Heidelberger ist bei „Schlag den Raab“ chancenlos gegen Stefan Raab

TV-Alleskönner Stefan Raab scheint unschlagbar: Der Jackpot für die letzte Sendung des Jahres am 21. Dezember liegt nach Raabs Sieg am Samstag bei drei Millionen Euro.
TV-Alleskönner Stefan Raab scheint unschlagbar: Der Jackpot für die letzte Sendung des Jahres am 21. Dezember liegt nach Raabs Sieg am Samstag bei drei Millionen Euro.
Foto: ProSieben
Die vorletzte „Schlag den Raab“-Sendung des Jahres war eine eindeutige Angelegenheit. Kandidat David aus Heidelberg gewann nur zwei der zwölf Spiele des Abends gegen TV-Alleskönner Stefan Raab - damit sind drei Millionen Euro im Jackpot. Auf der Bühne sorgte Raab für Verwirrung bei US-Star Katy Perry.

Essen. „Schlag den Raab“ ist und bleibt das Flaggschiff der deutschen Samstagabendunterhaltung. Dass das so ist, liegt aber eher an der schwächelnden Konkurrenz der anderen Sender, als an der Spannung in der vorletzten Ausgabe der Spielshow in diesem Jahr. Die Zuschauer erlebten einen sympathischen und freundlichen Kandidaten, der Raab allerdings nur in wenigen Spielen wirklich fordern konnte. Der 32-jährige Kriminalkommissar David legte zu kaum einem Zeitpunkt seine Zurückhaltung gegenüber Raab und der großen Bühne ab und musste sich schon nach Spiel zwölf geschlagen geben.

Doch der Reihe nach: Der Familienvater hatte sich im Voting zu Beginn der Sendung um stolze 2,5 Millionen Euro gegen einen Maler und Lackierer, einen Herzspezialisten, einen Konditormeister und ein Model durchgesetzt. Die erste Herausforderung bestand im Aufeinanderhäufen von Kastanien, ohne dass diese aus der Schale rutschen durften. Das Spiel bescherte David die erste und einzige Führung dieses "Schlag den Raab"-Abends. Raab ließ sich danach nur noch ein Spiel abnehmen. Im letzten Duell um halb eins in der Nacht wurde Scheibenschießen gespielt, doch keiner von Davids Pfeilen traf die heranfliegenden Styropor-Diskusse.

Ein "Schlag den Raab"-Kandidat wie ein Klitschko-Gegner

In den sozialen Netzwerken wurde früh Kritik am Kandidaten laut, der ehrlich bemüht wirkte, es aber an Wettkämpfer-Qualitäten vermissen ließ. Die User ließen kaum ein gutes Haar an dem Heidelberger. „Schlag den Raab ist wie Boxen mit den Klitschkos. Wann gibt es endlich mal richtige Gegner?“, fragte einer von ihnen und war mit dieser Meinung längst nicht allein. Allein beim Poolball, einer Billard-Adaption mit Fußbällen, konnte er seine Qualitäten zeigen und das Spiel für sich entscheiden. „Blamieren und Kassieren“ war eng, ging aber dann doch an die ProSieben-Allzweckwaffe Raab.

Erstklassig waren dagegen die musikalischen Gäste, die als Indikator für den Stellenwert der Sendung auch im Ausland gelten können. Mit Katy Perry und Eminem stand internationale A-Prominenz auf der Bühne. Katy Perry machte mit ihrer Single „Roar“ den Anfang und feierte einen starken Auftritt. Wie schon beim letzten Auftritt in der Sendung hielt sie Stefan Raab für den „Microphoneman“, der ihr nach dem Auftritt das Mikrofon abnimmt. Die folgende wirklich unterhaltsame Szene wurde leider von einem Werbe-Einspieler etwas ruppig unterbrochen.

Eminem verließ schnell die "Schlag den Raab"-Bühne

Der US-Rapper Eminem zelebrierte unter großem Jubel des Publikums seinen Song „Berzerk“. Er verschwand nach seinem Auftritt allerdings so schnell von der "Schlag den Raab"-Bühne, dass der Gastgeber keine Gelegenheit mehr hatte, ein paar Worte mit ihm zu wechseln.

Kandidat David zeigte sich zum Schluss trotz der deutlichen Niederlage als fairer Verlierer und gratulierte Raab zum verdienten Sieg. Da der Wettkampf an Spannung vermissen ließ, fielen die vielen angekündigten und unangekündigten Werbepausen umso unangenehmer auf, mit denen man bei den wohl beachtlichen Produktionskosten auf privaten Kanälen einfach rechnen muss.

In der nächsten Sendung am 21. Dezember geht es dann um drei Millionen Euro. Vielleicht ja dann mit einer echten Herausforderung für Stefan Raab.

 
 

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