Getwitter zum "Tatort" irritiert TV-Ermittler Devid Striesow

Der TV-Ermittler Devid Striesow kritisiert den Trend zum "Second Screen". Der Schauspieler feierte im Januar Premiere als "Tatort"-Kommissar; die Folge kam nicht gut an beim Publikum, was Zuschauer auch live etwa auf Twitter kommentierten.

Saarbrücken. Die Parallel-Debatten im Internet oder bei Twitter - Second Screen genannt - zum "Tatort" irritieren Schauspieler Devid Striesow. "Ich finde es erstaunlich, dass man nur noch so wenig Inhalt über das Medium Fernsehen transportieren kann, dass viele noch nebenbei an mindestens zwei externen Geräten sitzen und das live kommentieren", sagte der 39-Jährige der "Süddeutschen Zeitung". Auf mehreren Internetseiten gibt es inzwischen Live-Ticker zum "Tatort" im Ersten.

Striesow feierte im Januar seine Premiere als TV-Kommissar Jens Stellbrink im "Tatort" aus Saarbrücken und löst an diesem Sonntag um 20:15 Uhr in der ARD seinen zweiten Fall. Der Titel der jüngsten Folge: "Eine Handvoll Paradies". Die erste Folge, die mehr als neun Millionen Fernseh-Zuschauer verfolgten, löste beim TV-Publikum reichlich Kritik aus - was viele Internet-Nutzer auch parallel zum Tatort auf Twitter oder Facebook kommentiert hatten.

"Tatort"-Gastrolle für Bestseller-Autor Frank Schätzing

Bestsellerautor Frank Schätzing ("Der Schwarm") übernimmt eine Gastrolle im Kieler "Tatort". Er spielt sich in der neuen Folge "Borowski und das Meer" selbst und kann dem Kommissar "einen wertvollen Tipp" geben, wie der NDR am Sonntag mitteilte. Gedreht wird ab Dienstag (9. April). Kommissar Borowski (Axel Milberg) und seine Kollegin Kollegin Sarah Brandt (Sibel Kekilli) ermitteln diesmal in einem Öko-Thriller.

Ein Jurist wird auf einem nächtlichen Bootsausflug einer Firma erschossen. Das Unternehmen ist weltweit führend im Abbau von Rohstoffen in der Tiefsee. Nicolette Krebitz spielt die geheimnisvolle Ehefrau des Getöteten, Karoline Eichhorn eine Konzernchefin. Der Film ist im Herbst im Ersten zu sehen. (dapd/dpa)