Für Annette Frier soll es nicht immer nur Comedy sein

Annette Frier wird 40 und will nicht auf das Comedy-Fach festgelegt werden. "Es ist in meiner Wahrnehmung nie so gewesen, dass ich für ein bestimmtes Rollenfach ausschließlich zur Verfügung stehe", erklärte die Kölnerin.
Annette Frier wird 40 und will nicht auf das Comedy-Fach festgelegt werden. "Es ist in meiner Wahrnehmung nie so gewesen, dass ich für ein bestimmtes Rollenfach ausschließlich zur Verfügung stehe", erklärte die Kölnerin.
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Annette Frier zählt zur ersten Riege von Deutschlands Komikerinnen. Dem Fernsehpublikum ist sie aus diversen Comedy-Formaten und als Anwältin "Danni Lowinski" aus der gleichnamigen Sat.1-Serie bekannt. Am Mittwoch feiert die Kölnerin, die die Bezeichnung "Comedy-Star" ablehnt, ihren 40. Geburtstag.

Köln. Manchmal passiert es, dass Schauspieler so gut zu ihren Rollen passen, so gut darin aufgehen, dass sie oft mit ihren Serienfiguren identifiziert werden. Annette Frier ist so ein Fall. Das TV-Publikum nimmt sie seit einiger Zeit vor allem als taffe Anwältin in der Serie "Danni Lowinski" (Sat.1) wahr. Für ihre Rolle als Ex-Friseuse mit tiefem Ausschnitt wurde Frier bereits mehrfach ausgezeichnet. Die Danni Lowinski sei, so sagt Frier selbst einmal, eine Art Alter Ego von ihr.

Annette Frier gehört neben Anke Engelke und Barbara Schöneberger zur ersten Riege von Deutschlands lustigsten Fernsehfrauen. Am 22. Januar wird sie 40 Jahre alt. In einem Interview mit der Zeitschrift "Closer" spottete sie neulich: "Seit die Kinder da sind, sehe ich älter aus. Die Zeiten, wo ich auch mal als meine jüngere Schwester durchgegangen bin, sind somit vorbei."

Zuletzt sah man die Schauspielerin im TV in der WDR-Sendung "Dinner op Kölsch", wo sie neben Komiker Ralf Schmitz (39) die Frau Annette (alias Miss Sophie) spielte. In den Jahren zuvor blödelte sie unter anderem mit ihren Kollegen in der Sat.1-"Wochenshow" herum. Sie veräppelte Promis in der ProSieben-Sendung "Switch" und leistete Cordula Stratmann in der Impro-Serie "Schillerstraße" Gesellschaft.

Frier ist nicht ausschließlich Komödiantin

Trotzdem - und das betont sie oft - mag Frier die Bezeichnung Comedy-Star oder Komikerin überhaupt nicht. Wie für viele ihrer lustigen Kollegen gilt auch für die ausgebildete Schauspielerin Frier: Komik, ja - aber bitte nicht nur. Deshalb spielt die Mimin regelmäßig auch ernste Rollen im Theater (etwa Schnitzlers "Fräulein Else") und dreht Spielfilme, wie die Sterbekomödie: "Und weg bist du".

"Es ist in meiner Wahrnehmung nie so gewesen, dass ich für ein bestimmtes Rollenfach ausschließlich zur Verfügung stehe. Für das breite Publikum sieht das natürlich ganz anders aus, da es mich in der Hauptsache als Komödiantin kennt", sagte Frier. Umso schöner sei, dass sich diese beiden Perspektiven immer mehr übereinanderlegten.

Vater war Rechtsanwalt

Annette Frier wuchs mit zwei Schwestern in Köln auf. Nach dem Abitur studierte sie klassisches Schauspiel an der Kölner Theaterhochschule "Der Keller". Schauspielerin Hannelore Hoger wurde auf die junge Frau aufmerksam - und holte sie ans Schauspielhaus in Köln. Ihr TV-Durchbruch kam mit der Serie "Hinter Gittern". RTL hatte Frier für die Rolle der lesbischen Gefangenen Vivi entdeckt.

Auch heute noch lebt die blonde Darstellerin als echtes "kölsches Mädchen" weiterhin in ihrer Heimatstadt ("Ich komm nicht weg!"). Seit 2002 ist sie mit dem Drehbuchautor Johannes Wünsche verheiratet, gemeinsam haben sie die Zwillinge Josefina Fritzie und Bruno Maria.

Nicht nur Annette Frier selbst ist mittlerweile bekannt. Auch ihre Familie zieht nach. Ihre jüngere Schwester Caroline (31) ist seit einiger Zeit ebenfalls im TV zu sehen: Unter anderem spielt die in der Anwaltsserie ihrer Schwester eine zickige Vorzimmerdame. Ein gutes Vorbild haben die beiden Schwestern ja - zumindest theoretisch: Ihr Vater war Rechtsanwalt. (dpa)