Endlich! Nun gibt's auch in Deutschland Fernsehen für Hunde

Hundetrainerin Marion Albers mit Hund Emma am Fernseher.
Hundetrainerin Marion Albers mit Hund Emma am Fernseher.
Darauf hat die Medien-Welt seit Jahrzehnten gewartet: Mit "Dog TV" geht ein Sender an den Start, dessen höchstes Ziel die Zerstreuung von Vierbeinern ist. Angeblich beruht das Programm auf seriösen Studien von US-Wissenschaftlern.

Berlin. Trost für "Bello" und "Waldi", wenn Herrchen mal fort ist: In Deutschland gibt es jetzt ein eigenes Fernsehprogramm für Hunde. "DogTV" ist künftig Teil von Entertain, dem Fernseh-Angebot der Deutschen Telekom, wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte.

Das in den USA entwickelte Programm sei "auf die Bedürfnisse von Hunden ausgerichtet" und beruhe auf "wissenschaftlichen Erkenntnissen", wie die Anbieter herausstellen. "Gezeigt wird etwa ein Ball in Bewegung oder über Wiesen tollende Hunde. Untermalt wird das Programm von sanften Melodien eines einzigen Instruments." Hunde reagierten am stärksten auf Bewegung, Artgenossen und andere Tiere.

Mehr als eine Million Abonnenten in den USA

Jahrelang haben Entwickler das Verhalten von Hunden beobachtet, darunter auch Forscher der Tufts-Universität in Boston, um "Dog TV" in den USA auf solide vier Beine zu stellen. In Dutzenden Wohnungen filmten Überwachungskameras, was der beste Freund des Menschen so tut, wenn er stundenlang allein bleibt.

Der Sender wurde 2012 in Kalifornien gegründet und zählt den Angaben zufolge bereits mehr als eine Million Abonnenten. "DogTV", das es auch im Netz gibt, strahlt bereits in den USA, in Südkorea, in Japan und in Israel aus. Nach Deutschland sollen Großbritannien, Irland und Frankreich folgen. (dpa)