Ehemalige Super Nanny hält nichts mehr von "stiller Treppe"

Katharina Saalfrank, die ehemalige Super Nanny bei RTL, distanziert sich von der Prinzip der "stillen Treppe".
Katharina Saalfrank, die ehemalige Super Nanny bei RTL, distanziert sich von der Prinzip der "stillen Treppe".
Foto: dpa
Katharina Saalfrank, die ehemalige Super Nanny im gleichnamigen RTL-Format, hält das Prinzip der "stillen Treppe" nun für falsch. Die Methode hatte sie in der Sendung mehrfach bei Kindern angewandt. Die "stille Treppe" schränke die Entwicklung und Autonomie des betroffenen Kindes ein.

Berlin. Die ehemalige Super Nanny Katharina Saalfrank distanziert sich inzwischen von der Erziehungsmethode der "stillen Treppe" aus ihrer RTL-Sendung. "Das Kind wird nicht nur massiv in seiner Autonomie und Entwicklung eingeschränkt, sondern auch in seiner Persönlichkeit gekränkt", sagte die 41-jährige Pädagogin in der Freitagsausgabe der Frankfurter Rundschau.

Das Konzept für die RTL-Sendung der Super Nanny, so Saalfrank weiter, sei aus England gekommen und habe diese Maßnahme enthalten. "Für mich hat sich diese Methode nach kurzer Zeit als destruktiv erwiesen", sagte Saalfrank.

Immer wieder Kritik an der Sendung "Super Nanny"

Auf der "stillen Treppe" mussten Kinder in der Coaching-Reihe "Die Super Nanny" sitzen, um über ihr Fehlverhalten nachzudenken. Die Sendung startete im Jahr 2004 und wurde Ende 2011 eingestellt.

Kritik hatte es an der Sendung immer wieder gegeben. Zum Beispiel im Jahr 2011: Der Deutsche Kinderschutzbund forderte damals die Einstellung der "Super Nanny". Anlass dafür war eine Folge, in der wiederholt gezeigt wurde, wie eine Mutter ihr Kind bedroht und schlägt. Der Sender wies die Kritik damals zurück und sah die Sendung als Aufklärung. (dpa)