DSDS-Fans fordern zweite Chance für Vanessa Krasniqi

Nach dem DSDS-Aus für Vanessa Krasniqi laufen die Fans der 17-Jährigen im Internet Sturm. Sie fordern wegen eines Versprechers von Moderator Marco Schreyl eine zweite Chance für die Iserlohnerin.
Nach dem DSDS-Aus für Vanessa Krasniqi laufen die Fans der 17-Jährigen im Internet Sturm. Sie fordern wegen eines Versprechers von Moderator Marco Schreyl eine zweite Chance für die Iserlohnerin.
Foto: dapd
Nach dem Ausscheiden von Vanessa Krasniqi bei "Deutschland sucht den Superstar" tobt im Internet ein Sturm der Entrüstung von wütenden Fans der 17-Jährigen. Sie fordern wegen eines Versprechers von Moderator Marco Schreyl eine zweite Chance für die Iserlohnerin.

Essen.. Marco Schreyl hat sich bei der Moderation von "Deutschland sucht den Superstar" schon so manchen Patzer erlaubt. Unpassende Sprüche, vertauschte Telefonnummern - die Verwechslung am Samstagabend in der dritten DSDS-Mottoshow war dagegen vergleichsweise harmlos. Und doch sorgt sie einmal mehr für Aufregung. Wütende Fans der ausgeschiedenen Vanessa Krasniqi laufen im Internet Sturm und fordern von RTL eine zweite Chance für die 17-Jährige aus Iserlohn.

Nach dem Auftritt von Kandidatin Fabienne Rothe verabschiedete Moderator Schreyl das Publikum in die Werbepause - und kündigte an, dass Joey Heindle als nächster Kandidat schon in den Startlöchern stehe. Tatsächlich aber trat Vanessa Krasniqi anschließend auf. Erstmals lässt RTL die DSDS-Zuschauer in der laufenden 9. Staffel von Beginn der Sendung an abstimmen. Und deshalb, so glauben jedenfalls die empörten Fans, könnte die falsche Anmoderation Schreyls Vanessa Stimmen gekostet haben.

Vanessa-Fans drohen mit Boykott von DSDS

"RTL - Holt Vanessa Krasniqi zurück" fordern Anhänger der 17-Jährigen seit Sonntagmittag auf Facebook - und haben mit ihrer Gruppe nach kaum 24 Stunden bereits fast 27.000 Unterstützer gefunden. Gegenseitig bestärkt man sich in der Theorie um den ungerechten Rauswurf und teilt einen ungelenk formulierten Text voller Grammatik- und Rechtschreibfehler, den die Initiatoren der Gruppe an RTL geschickt haben wollen. Darin fordern sie den Sender auf, die Mottoshow zu wiederholen oder Vanessa mittels eines Online-Votings eine zweite Chance zu geben. Sonst, so die Drohung, müsse sich der Sender damit abfinden, "dass die Hälfte der DSDS-Zuschauer ihre Sendung nicht mehr angucken wird".

Panne hin oder her - mit dem Rauswurf von Vanessa Krasniqi wiederholt sich bei "Deutschland sucht den Superstar" ein altes Phänomen: Vermeintliche Favoriten und erwiesenermaßen gute Sängerinnen fliegen - und mäßig talentierte Kandidaten retten sich dank ihrer Fans von Woche zu Woche weiter.

RTL sieht keinen Grund, das Voting anzuzweifeln

RTL lässt sich von den Fan-Protesten derweil auch nicht erweichen: "Wir verstehen", teilt Sprecherin Anke Eickmeyer mit, "dass die Fans von Vanessa sich mit dieser Entscheidung des Publikums schwer tun." Aber überraschende Ausgänge des Votings gehörten nun mal seit der ersten Staffel dazu. "Immer wieder gab es Entscheidungen des Publikums, die so in der Öffentlichkeit und von vielen Fans der betroffenen Kandidaten nicht erwartet wurden."

Und: Am Samstag sei in der Sendung "alles korrekt" gelaufen", betont die RTL-Sprecherin. "Fakt ist: Marco Schreyl hat Joey sehr früh angekündigt, doch dies ist kein Fehler und kein Grund, das Voting anzuzweifeln."

Singen allein reicht bei DSDS nicht

Auch die Ausgeschiedene tut das nicht. Ihre Erklärung: Mädchen hätten es nun mal schwer bei DSDS, sagte Vanessa Krasniqi am Montagmorgen im RTL-Interview, das hätte auch der Rauswurf von Kandidatin Silvia Amaru in der Vorwoche gezeigt. Und sie weiß: „Singen allein reicht hier leider nicht, hier geht es um das Gesamtpaket“, sagte sie am Sonntag im Gespräch mit der WAZ-Mediengruppe.

Auf ihrem Facebook-Profil jedenfalls schaut Vanessa Krasniqi bereits wieder nach vorne. Sie werde ein Video drehen, ab Mittwoch eine Woche in Hamburg verbringen. Über eine mögliche zweite Chance verliert die 17-Jährige kein Wort. Womöglich ist das auch besser: Erst vor wenigen Wochen durften die RTL-Zuschauer online abstimmen, ob Kandidat Christian Schöne noch einmal in die Mottoshows zurückkehren durfte. Die Mehrheit stimmte dagegen. (shu)

 
 

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