Drehbuch bei „Bares für Rares“? ZDF-Mitarbeiter spricht Klartext

Horst Lichter moderiert „Bares für Rares“.
Horst Lichter moderiert „Bares für Rares“.
Foto: Frank W. Hempel / ZDF und Frank W. Hempel
Die ZDF-Sendung „Bares für Rares“ ist immer wieder mit Fake-Vorwürfen konfrontiert. Ein Mitarbeiter verrät nun: Gibt es ein Drehbuch?

Berlin.  Im Gespräch mit „Das neue Blatt“ sagte Horst Lichter einst über seine Sendung „Bares für Rares“: „Wir zeigen Trödelgeschäfte, die sich auch realistisch abspielen. Es gibt keine Fakes, die ja sonst woanders so nachhaltig durchgezogen werden.“ Doch trotz seiner Beteuerungen kommen immer wieder Fake-Vorwürfe auf. Kürzlich wurde bekannt, dass das ZDF sogar nach Komparsen für die Sendung gesucht hat. Stefan Unglaube, Ansprechpartner für „Bares für Rares“ beim ZDF, klärte nun ausführlich über die Show auf.

Wie kommt man zu „Bares für Rares“?

Für die Sendung kann man sich mit seinem Trödel bewerben. Schon im ersten Schritt müssen die Bewerber ihre Raritäten umfassend beschreiben und auch ein Foto von sich selbst beilegen. Auch Fragen zum Familienstand und zu möglichen bereits vorhandenen TV-Erfahrungen muss man angeben. Wenn man Glück hat, wird man zu einem Gespräch eingeladen, berichtete Unglaube dem Portal tz.de. Dadurch soll die Redaktion „ein aussagekräftiges Bild der Verkäufer und der angebotenen Objekte“ bekommen.

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Kennen die Experten die Stücke schon vor der Show?

Dazu muss man wohl sagen: Jein. In der Sendung sehen die Experten laut Unglaube die Exponate zum ersten Mal. Allerdings bekommen sie vorab von der Casting-Redaktion einige Eckpunkte über das zu bewertende Stück übermittelt.

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Die Casting-Redakteure nehmen zuvor zusammen mit Kunsthistorikern die Objekte unter die Lupe und sammeln schon vorab wichtige Informationen, die sie natürlich auch an die Experten weiterleiten. Ganz so allwissend sind die Experten also nicht.

Aber: Die Händler wissen tatsächlich vorher nichts über die angebotenen Stücke.

Gibt es ein Drehbuch?

Laut ZDF-Mitarbeiter Unglaube ist das nicht der Fall. „Die Protagonisten sollen natürlich und spontan in unserer Sendung agieren“, sagte er tz.de. Also kein Drehbuch, sondern wahre Geschichten rund um den Trödel. (jei)

 
 

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