„Bauer sucht Frau“: Warum die erste Frau den Bauernhof direkt wieder verlässt

Matthias (23) aus Schwaben ist von Tayisiya (21, Profi-Tennisspielerin aus Dortmund) begeistert und verbringt mit ihr die Hofwoche auf seinem Hof.
Matthias (23) aus Schwaben ist von Tayisiya (21, Profi-Tennisspielerin aus Dortmund) begeistert und verbringt mit ihr die Hofwoche auf seinem Hof.
Foto: MG RTL D
Hofwoche bei „Bauer sucht Frau“: Nach einem pikanten Stier-Vergleich hat die erste Dame schon wieder ihre Koffer gepackt.

Berlin.  Während Andreas aus Kanada und Jörn aus Namibia noch darüber sinnieren, für welche der jeweils zwei angereisten Frauen der Langstreckenflug lohnenswert war, nehmen die aufkeimenden Romanzen der anderen Landwirte mehr oder minder konkrete Züge an.

Dass bereits beim zweiten Date auch die Eltern eingebunden werden, ist nach „Bauer sucht Frau“-Manier ganz selbstverständlich, will man doch schließlich gemeinsam auf dem Hof leben. Für Schäfer Dirk aus dem Sauerland zählt aber besonders eins: Die Chemie zwischen seinen „Wollschweinen“ und der 36-jährigen Deborah muss stimmen. „Ich finde es sehr wichtig, dass sie die auch toll findet, Schafe auch.“

Das nächste Traumpaar?

Friede, Freude und „Schluchtentequila“ gibt es für den schwäbischen Jungbauern Matthias und die Tennisspielerin Tayisiya: Nachdem der 23-Jährige die Dortmunderin mit Kutsche und Blumenstrauß von der Bushaltestelle abgeholt hat, geht es mit Vater Sepp zu den Kälbchen.

Von da an kennt die 21-Jährige kein Halten mehr: Sie füttert freudig glucksend und kichernd die kleinen Kühe und wird anschließend von der schwäbischen Familie bei Salami und Meerrettich mit Enzianschnaps abgefüllt.

Größte Herausforderung: Betten beziehen

Dass die Sportlerin nach einem Glas über Schwindel klagt, ist kein Problem für Matthias. „Ich suche ja keinen Saufkumpanen, sondern die große Liebe“, weiß der Schwabe.

Nicht ganz so gut geht die Hofwoche für seinen Onkel Bernhard und die Montagemitarbeiterin Annett los: Das Cabrio, mit dem der Bauer die 43-Jährige vom Bahnhof abholt, springt nicht an. Als sie fachkundig die Motorhaube öffnet und ihre Unterstützung beim Aufladen der Batterie anbietet, lehnt der 53-Jährige ab.

Ihre Hilfe will er dann lieber beim Beziehen des Bettes in Anspruch nehmen, weil er diese Mammutaufgabe zuvor nicht bewerkstelligen konnte. „Das ist ja nicht unbedingt vom Mann die Aufgabe“, will er sein klägliches Scheitern zwischen den Laken rechtfertigen. „Boah, das ist jetzt nicht sein Ernst. Ich komm hier her, bin geschafft und muss arbeiten“, klagt sie – und bezieht das Bett.

Heike, ich hol dich mit der Rikscha ab

Ein besonderes Gefährt hat sich Ferkelzüchter Claus für die Abholung seiner potentiellen Freundin Heike ausgesucht: eine Rikscha. Zunächst sahen seine Pläne anders aus. „Ich hatte mich am Anfang für einen Leichenwagen entschieden, weil so konnte man sehen: Humor da oder kein Humor?“, erzählt der Norddeutsche. Von dieser eher unglücklichen Idee sieht er schließlich ab.

Obwohl ihm zunächst die Fahrradkette der in die Jahre gekommenen Rikscha herausspringt, manövriert er die Rechtsanwaltsgehilfin samt Gepäck sicher über die norddeutschen Landstraßen. Ob ihr das gefällt? „Die kann das mit ihrer Gestik nicht erklären. Innerlich hat sie sich gefreut“, mutmaßt Claus.

Kurztrip nach Luxemburg

Scheunenfest-Casanova Guy hat auf seinen Hof Kathrin eingeladen, die eigentlich einen ganz anderen Bauern kennenlernen wollte. Nach einem freudigen Wiedersehen am Bahnhof steigen die zwei in sein Auto. Als es immer tiefer in den Wald hineingeht und der Luxemburger der schlechten Straßenbeschaffenheit keine Beachtung schenkt, scheint die 48-Jährige eine böse Vorahnung zu beschleichen: „Gefährlich“, kommentiert sie sparsam die Fahrt.

Auf seinem Hof angekommen kochen die beiden zunächst harmonisch. Doch als Guy ihr nicht verraten will, warum er eine Partnerin sucht, kippt die Stimmung. „Das sind Kinderfragen“, tut er ihre Erkundigungen ab. Zum Essen serviert der Luxemburger der 48-Jährigen einen selbstgemixten Drink – und verrät ihr partout nicht, was drin ist. „Man kann kein normales Gespräch mit ihm führen“, beschwert sie sich.

Nach einem pikanten Stier-Vergleich ist Schuss

Auch im Stall wird es nicht besser: Der Mützenträger lässt Kathrin zwischen den Rindern stehen, gibt ihr keine konkreten Aufgaben. Als sie sich darüber beklagt, macht er sie zusammenhangslos auf seinen Stier aufmerksam: „Der muss die Damen alle beglücken. Wenn ein Mann so viele Frauen hat, müsste er die blaue Pille nehmen“, erklärt er.

Da ist Schluss für die 48-Jährige. Kathrin packt ihre Koffer und verschwindet. Da hilft es auch nicht mehr, dass der Landwirt sie um eine zweite Chance anfleht: „Den Humor von Guy kann ich absolut nicht teilen. Ich finde sowas ekelhaft.“

 
 

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