„Die Bachelorette“: Da waren’s nur noch Zwei - Aus für Filip

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„Bachelorette“ Nadine saust mit ihren Top Drei in die Karibik: In den Dream-Dates geht es hoch hinaus, tief hinab und unter Wasser.

Berlin.  Wenn Nadine im Finale hinschmeißt und mit dem Kameramann,Tontechniker oder wahlweise griechischen Kellner durchbrennt, war es ganz sicher die Schuld von RTL. Die arme Frau vor ihrer großen Entscheidung noch einmal so zu verwirren! Aber gut, es handele sich nicht um den Kölner Privatsender, wenn nicht auch ein wenig Schikane mit im Spiel wäre.

Und so gestalten sich die Dream-Dates mit Alex, Daniel und Filip höchst untauglich für jede weitere Umsetzung von Nadines Plan, den Richtigen zu finden. Oder wer will sich mit Schnorchel im Mund über gemeinsame Lebenspläne austauschen? Auch beim alleinigen Abseilen von einer 60 Meter hohen Brücke gestaltet sich die Kommunikation eher schwierig. Mal ganz abgesehen davon, dass in einer Propellermaschine selten die Lautstärke für launige Gespräche herrscht. So kann das doch nichts werden. Und dann ständig dieser Alkohol! Dass die Bachelorette nicht spätestens von Sendeminute vier anfängt zu lallen, dürfte nur der frischen Luft in der Karibik zuzuschreiben sein.

Verwirrspiel um Holland

Eben dort aber nehmen die vorletzten Dates der Staffel nicht ihren Lauf. Vielmehr bittet Nadine die Herren zunächst zum Wiedersehen in Holland. Sie wolle ihre Auserwählten nämlich – haha – ein bisschen „an der Nase herumführen“, da ihrer Meinung nach offensichtlich allen Männern der Intellekt fehle, beim Stichwort „Holland“ auch an die ehemaligen karibischen Überseegebiete zu denken.

Also gibt’s vor einer niederländischen Mühle erstmal was zu trinken, bevor es mit großer Begeisterung in eine Klompenmacherei geht. So, erfahren die interessierten Zuschauer von Nadine, heißen die typischen Holzschuhe mit Fachbegriff. Alex, Daniel und Filip staunen nicht schlecht. Wobei es sich als großes Glück (oder Pech?!) erweist, dass sie bei der anschließenden Vorführung der Klompenmacherkunst nicht bei laufender Kamera einschlafen. Vor dem erlösenden Abflug Richtung Karibik darf das Quartett dann auch noch auf dem Niveau einer „Grundschulförderklasse“ (Daniel) Holzschuhe bemalen. So garantiert der Sender bei jedem Zuschauer zwischen neun und 49 Jahren atemlose Spannung – nicht.

Wer bei den eigentlichen Dream-Dates – Nadine fliegt mit Daniel nach Aruba, mit Filip nach Curacao und mit Alex nach Bonaire – auf mehr Spannung hoffte, wird schnell eines Besseren belehrt. Wie schon in den Wochen zuvor setzt RTL auf den mehr oder weniger bewährten Dreiklang aus Aktivität – Essen und Trinken – Rummachen.

Daniel hat sich „verknallt“

Daniel, der gerne mal seekrank wird, darf mit Nadine in See stechen. Erst wird kurz auf der Yacht geplaudert, dann nach einem Wrack geschnorchelt und schließlich geknutscht – erst in den Wellen, dann auf der Couch nach dem Candle-Light-Dinner. Alles wie gehabt, alles nicht neu. Daniel, offensichtlich Typ Gewohnheitstier, findet’s spitze: „Das war das schönste Date, das ich je hatte.“ Der 27-jährige Vetriebsingenieur geht gar so weit, das Wort „verknallt“ zu verwenden.

Bei Nadines Frage, wie es um seine dauerhaften amourösen Absichten – sprich einer festen Beziehung – bestellt ist, klingt das Ganze aber schon weniger charmant: „Ich würde mich auf jeden Fall in die Richtung bewegen.“ Wenigstens scheint Nadines Zuneigung schon weit wie das karibische Meer: „Mit ihm ist es relativ perfekt.“ Müssen wir erwähnen, dass die BacheloretteDaniel einen Übernachtungsbesuch gewährt?

In eben diesen Genuss kommt auch ein anderer Genosse: Filip. Auf Curacao darf der 24 Jahre alte Fitnesstrainer um die Frau buhlen, nach der er „verdammt lange“ gesucht hat. Nadine, von ihm liebevoll auf den Spitznamen „Butterbirne“ getauft, lädt ihn zum Bungeejumping ein. Rein zufällig leidet Filip unter Höhenangst. Doch wenn sich Daniel der Herausforderung auf hoher See stellt, wird er wohl nicht bei einer Brücke passen. Sicher, Filip wollte „den dicken Max“ geben. Aber der muss nun eben warten, bis er wieder sicheren Boden unter den Füßen spürt.

„Vielleicht bist du einfach zu wählerisch.“

Beim Hinuntergleiten aus 60 Metern Höhe – „Das Seil hängt von meinem Leben ab“ – beschäftigt sich der Hamburger einfach mit Fragen à la „Ach du Scheiße, was machst du hier überhaupt?“ Ganz ähnlich dürfte es Nadine beim allabendlichen Candle-Light-Dinner gehen. Denn nach entspannter Busfahrt im VW, Kokosnuss-Trunk und Picknick am Strand stellt Filip Nadines bisheriges Dating-Verhalten in Frage: „Die Männer haben kein Problem mit dir – vielleicht bist du einfach zu wählerisch.“ Vielleicht mangelt es auch an Gefühlen. Daran mal gedacht? Nadine: „Diese Momente nach dem Motto ‚Halt die Klappe und küss mich einfach‘ haben wir selten.“ Wer meint, dieser Umstand mache den zweiten Übernachtungsbesuch zunichte, irrt.

Um die Herrenrunde zu vollenden, düst Nadine mit Alex nach Bonaire. Obwohl die beiden inzwischen mehr als einmal Zärtlichkeiten austauschten – und die Zuschauer den Personal Trainer ohnehin als haushohen Favoriten handeln –, wird es erstmal: eisig. Beim Propellerflug über die Insel hocken die Bachelorette und der 29-Jährige eng beieinander und könnten doch nicht weiter voneinander entfernt sein. Ein Gespräch? Will nicht wirklich zustandekommen. Einzig Luftlöcher sorgen für ein wenig Schwung. Nadines Erklärung für das „nicht immer sehr entspannte“ Aufeinandertreffen? „Alex ist eben noch in der Findungsphase.“

Filip ist nur lustig

Also müssen ein paar Esel als Entertainer herhalten. In einer Rettungsstation dürfen sich Nadine und Alex beim Füttern der Tiere versuchen, und endlich kommt es – auf der Ladefläche eines Pick-up – zum Kuss. Die plötzlich doch wieder „sehr vertraute“ Atmosphäre der beiden wird beim 73. Candle-Light-Dinner der Staffel dann nur von einer Frage unterbrochen: „Nadine, machst du es dir ab und zu selber?“ Wie reagiert eine souveräne Bachelorette? Lacht Tränen, aber wenigstens nicht laut und damit nicht „behindert“. Und schleppt Verehrer Nummer drei ins Schlafzimmer. Alex, inzwischen aufgetaut: „Für mich ist es kein Spiel mehr. Ich will die letzte Rose haben. Ich will sie haben.“

Das Fazit pünktlich zur vorletzten „Nacht der Rosen“: Bei Daniel hat es nicht nur „gefunkt“. Nein, Nadine fühlt sich wohl bei ihm, es ist alles sehr „vertraut“. Bei Alex hat es nicht nur „gefunkt“. Nein, Nadine fühlt sich wohl bei ihm, es ist alles sehr „vertraut“. Filip ist leider nur lustig, also darf er auf Korfu ohne Rose Leine ziehen. Für alle Zweifler, sollten sich draußen vor den Fernsehgeräten tatsächlich welche finden, hält er folgende Weisheit bereit: „Die Leute denken, die Show ist unecht, aber es ist alles echt.“ Spätestens bis Nadine in drei Monaten mit dem Kameramann, Tontechniker oder griechischen Kellner durchbrennt.

 
 

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