„Der Bachelor“ hat nach Alptraum-Date keine Rose für Carina

Carina und Daniel entdecken die vietnamesische Kultur. Carina findet das nicht so spannend wie der Bachelor.
Carina und Daniel entdecken die vietnamesische Kultur. Carina findet das nicht so spannend wie der Bachelor.
Foto: MG RTL D
Kein Interesse an Tempeln? Keine Chance beim Bachelor! Carina bekommt von Daniel keine Rose. Die Konkurrenz bietet Romantik – und mehr?

Berlin.  Bitte weiterleiten: Industriekauffrau aus Recklinghausen, 21 Jahre alt, sucht eine neue Beschäftigung (TV-Job ist nicht mehr). Zeigt Interesse an: Partybooten, Tattoo-Kunst; verschwendet keine Aufmerksamkeit für: Kultur (gleich welcher Art). Kontakt mit fremden Menschen tendenziell unerwünscht, insbesondere, wenn sie Obst verkaufen.

Könnte kompliziert werden mit der Dame? Dachte sich auch Bachelor Daniel – und kickte Carina nach den Dream-Dates in Vietnam kurzerhand aus dem Rennen. Dabei hatte sich der Single so viel für seine einstige Traumfrau einfallen lassen: Erst entführt der Brünette die Blondine auf ein Boot, das mit den beiden über den Mekong schippert, dann betreten sie eine Tempelstätte.

Carina findet Kultur „ganz schlimm“

Carina zieht einen Flunsch, noch ehe der erste Mönch auf der Bildfläche erscheint: „Kultur interessiert mich einfach nicht. Ich gehe auch in kein Museum, ich finde das ganz schlimm.“ Ja, und diese ganzen unbemalten Stein-Kerle, die da rumliegen, geht ja gar nicht! Daniel, schon gut bedröppelt: „Ich kann nicht glauben, dass da nicht mehr Emotion ist. Vielleicht passt es ihr alles nicht so richtig.“

Jap. Und es wird nicht besser: Beim Abendessen, ebenfalls zu Wasser, konzentriert sich Carina weniger auf ihren Liebsten als auf die vorbeiziehenden Partykähne: „Ich fand diese Boote unnormal geil. Ich hätte da so viel lieber abgerockt.“ Fürs Über-Nacht-Bleiben reicht die Zuneigung dann aber noch. Schwimmender Markt am nächsten Morgen, er kauft exotische Früchte für sie ein. Carina: „Ich habe Angst, dass die Händler auf unser Boot kommen!“ Was sollen sie denn da, für Stimmung sorgen?

Mehr Romantik als in Rosamunde-Pilcher-Film

Wesentlich ausgelassener geht es beim ersten Dream-Date zu. Auf einem Eiland probieren Daniel und Kristina gemeinsam Stand-up-Paddling, was so wenig elegant anmutet, dass es die Tänzerin vor Erschöpfung gleich in die Arme ihres Angebeteten treibt. Schnutzi, Schnutzi! „Das ist wirklich wie in einem Film“, bemerken beide, wobei jeder Rosamunde-Pilcher-Streifen harmlos dagegen ist.

Wir reichen in Häppchen, um die Romantik besser zu verdauen. Daniel: „Ich weiß nicht, was Kristina mit mir gemacht hat“/„Jedes Mal, wenn wir uns küssen, kommen zwei Puzzleteile zueinander“/ „Wenn ich sie angucke, vergesse ich alles.“ Schön getextet, RTL, sehr schön.

Daniel verbringt „super Nacht“ mit Svenja

Bei diesen Worten kein Wunder, dass die Tänzerin selbstbewusst wie ein Trump in die Entscheidung geht: „Ich vergleiche mich nicht mit anderen Mädels“/ „Ich habe keine Taktik“/ „Ich sehe in seinen Augen, dass er glücklich ist.“ So verzückt, dass sie ebenfalls die Nacht miteinander teilen (aber nicht intim geworden sind, gelle, Kristina. Ja, ja.). Daniel jedenfalls fühlt sich wie neugeboren.

So wie nach dem Date mit Svenja, das ebenfalls zu frühen Morgenstunde ein Ende findet. Daniel, wie war’s? „Es war eine super Nacht.“ Geht’s genauer? „Zwei Menschen, die sich lange nicht gesehen habe, haben viel Spaß miteinander“. So, so. Aber wer im Wasserflugzeug über Vietnam fliegt und abends im Whirlpool schäkern darf, kann sich auch wirklich nicht beklagen.

Hochzeitsglocken auf Jamaika?

Daniel zeigt sich jedenfalls höchst angetan von den Qualitäten der 22-Jährigen: „Es ist ein schönes Gefühl, zu wissen, dass egal was man macht, die andere Person sich freut“ (Winke, winke, Carina!). Das dürfte auch Svenja – Lieblingswort „cool“ – so sehen. Sie beichtet Daniel, Fotos für ein sehr bekanntes Herrenmagazin mit Häschen als Logo geschossen zu haben. Sein Kommentar: „Respekt!“

Na, da könnten doch bald die Hochzeitsglocken läuten, findet Svenja und fragt sogleich, was der Bachelor vor einer Eheschließung am Strand halten würde. Ihre Eltern hätten nämlich auf Jamaika Ja gesagt (Hallo, Stephan, hallo, Ulrike!). Einziges Problem in den Augen des Bachelors: Die Make-up-Artistin hatte noch keinen Freund. Dafür passt’s in Altersfragen. Svenja: „Bei uns beiden merkt man den Unterschied nicht so.“ Komplimente machen, das üben wir noch mal.

Carina kann Konkurrentinnen nichts gönnen

Tja, und nu? Kristina findet Daniel etwas zu emotional, Svenja zu unerfahren und Carina? Ach, die ist mit dem Herzen sowieso auf einem Partyboot. Und so wandert Rose numero uno in die Hände der Russin, einer „Frau, die mir alles sagt, ohne ein einziges Wort auszusprechen“. Außerdem im großen Finale, wie cool: Svenja, die „Frau, die mich von Anfang mit einem Lächeln und einer Selbstsicherheit überzeugt hat“.

Womit wir wieder bei Carina wären, die für die Show doch extra gekündigt hatte. „War ein bisschen verschwendete Zeit hier“, gibt sie den Zuschauern noch schnell zu verstehen, um sodann einen Abschiedsgruß für die Ladies dazulassen: „Den anderen wünsche ich nichts, vor allem Kristina nicht.“ Oha. So viel Freundlichkeit auf einmal, ob das gut ankommt bei Arbeitgebern?

 
 

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