Darum stieg Alwara Höfels aus dem Dresden-„Tatort“ aus

Kommissarin Henni Sieland (Alwara Höfels) hält den Verdächtigen Petrick Wenzel (Aleksandar Jovanovic) in Schach. Der Fall „Wer jetzt allein ist“ war der letzte „Tatort“ mit Alwara Höfels.
Kommissarin Henni Sieland (Alwara Höfels) hält den Verdächtigen Petrick Wenzel (Aleksandar Jovanovic) in Schach. Der Fall „Wer jetzt allein ist“ war der letzte „Tatort“ mit Alwara Höfels.
Foto: Wiedemann & Berg/Daniela Incoronato / MDR
Der „Tatort“ aus Dresden am Sonntag war der letzte mit Kommissarin Sieland. Wir klären über die Gründe des Ermittler-Abschieds auf.

Berlin.  „Ich will das alles nicht mehr“, gesteht Henni Sieland ihrer Kollegin nach dem fordernden Einsatz im Dresdener „Tatort“ am Sonntagabend. Was man auch als zwischenzeitliches Tief hätte werten können, war tatsächlich der Abschied der Figur aus der ARD-Krimireihe.

Schauspielerin Alwara Höfels hatte diesen Entschluss bereits Ende 2017 öffentlich gemacht. Die in Berlin lebende Schauspielerin, die 2007 mit ihrem Kinodebüt in Til Schweigers „Keinohrhasen“ bekannt wurde, teilte mit, sie ziehe diese persönliche Konsequenz, bedauere aber, sich von ihren großartigen Kollegen verabschieden zu müssen.

Als Begründung gab sie an: „Unterschiedliche Auffassungen zum Arbeitsprozess und ein fehlender künstlerischer Konsens haben nach vielen Gesprächen diesbezüglich dazu geführt, dieses renommierte Format zu verlassen, da ich meine Verantwortung als Künstlerin ansonsten gefährdet sehe.“

Cornelia Gröschel ermittelt künftig am „Tatort“ in Dresden

Der MDR bedauerte, dass die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit ende. „Auch wenn der Sender die persönlichen Gründe von Frau Höfels natürlich respektiert.“ Das erste weibliche Ermittlerduo Sieland und Hanczewski nahm mit „Auf einen Schlag“ Anfang März 2016 die Arbeit auf und erreichte 9,55 Millionen Zuschauer.

Für Alwara Höfels wird künftig Cornelia Gröschel am „Tatort“ arbeiten – die 30-Jährige stammt sogar aus Dresden. Sie fühle sich geehrt, an der Seite von Karin Hanczewski und Martin Brambach im sicherlich etabliertesten Format der deutschen Fernsehlandschaft spielen zu dürfen, zitierte der MDR die Schauspielerin nach Bekanntwerden der Neubesetzung.

„Zum anderen kehre ich zurück in meine Heimatstadt, wo ich meiner Familie und Freunden nahe bin. Dresden ist trotz aller Schlagzeilen der letzten Jahre immer noch ein Ort des kulturellen Erbes, der Vielfalt und bedeutet für mich Wurzeln und Verbundenheit, Teenagererinnerungen und Jugendliebe.“

(ba/dpa)

 
 

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