Checker Thomas Karaoglan sorgt für Ärger beim Start von „Die Alm“ auf ProSieben

Zum Start des Sommerlochfüllers „Die Alm“ sorgte ein Duisburger für Ärger in der Hütte: “Checker“ Thomas Karaoglan drückte sich um seine Chef-Aufgaben und faulenzte lieber. Im Möchtegern-Dschungelcamp muss er deshalb heute zur „Muh-Probe“.

Essen.. Ab auf die Alm hieß es nach sieben Jahren gestern wieder auf ProSieben. Die zweite Staffel startete mit wenig Brisanz, aber einigem Potenzial für Zickenzoff, pubertäre Eigenarten und Fremdscham.

Die neun Kandidaten beschrieb das Moderatorenpaar Janine Kunze und Daniel Aminati passend mit „Ein Querschnitt aus allem - alt, jung, erfolgreich und ...ähm, naja!“

Nach und nach fuhren sie dann im schwarzen Protzauto vor. Mitten im Grünen erwartete Schrotthändler Manfred „Manni“Ludolf, Gina-Lisa Lohfink, Thomas Karaoglan, Carsten Spengemann, Tessa Bergmeier, Werner Lorant, Charlotte Karlinder, Kathy Kelly und Rolf Scheider zunächst noch ein bisschen Star-Atmosphäre. Auch wenn der rote Teppich und der Sekt irgendwie unpassend, fast albern und eher wie die Henkersmahlzeit wirkten, bevor es in ein Leben unter den Bedingungen des 19. Jahrhunderts geht.

Rolf Scheider verliert den Nahkampf mit einem Schaf

Diesen Mix aus B- und C-Promis lotste ein alter Bekannter auf die Berghütte. Denn wieder dabei ist auch bei dieser Staffel der Huber Josef, genannt Öhi. Mit groben Verständnisproblemen in den schon so wenigen Ansagen wies der zottelige Berg-Papa den Weg und stellte die neun zukünftigen Almbewohner vor ihre erste Aufgabe.

Wer essen und trinken will, der braucht Tiere. Schafe, Kühe, Ziegen und Esel mussten die Kandidaten einfangen und unter Schieben, Zerren und, im Falle von Castingdirektor Rolf Scheider, Umgeschubstwerden im Nahkampf mit einem besonders störrischen schwarzen Schaf, mitnehmen auf den Weg, fünf Kilometer hoch zur Hütte.

Tierschützer mit Tierschlachtambitionen

Die Rollen sind klar. ProSieben wirft Charaktere in einen Topf, die im Sommerloch für Abwechslung und auf der Alm unter Bedingungen des 19. Jahrhunderts für Spannung sorgen können.

Moderator und Schauspieler Carsten Spengemann zog sich sofort aus der Gruppe zurück. Rolle: einsamer Wolf, der sich zwar einst für die Tierschutzorganisation Peta auszog, aber doch vorstellen kann, ein Tier zu schlachten. Charlotte Karlinder, nett und fröhlich, birgt jedoch viel Potenzial für Ärger im Alltag. Sie ist strenge Vegetarierin und aktive Tierschützerin. Ob da die Entscheidung für ein Erlebnis als Selbstversorger so klug war?

Sängerin Kathy Kelly blieb blass

Auf die Frau fürs Leben hofft Manni Ludolf. Als hilfsbereiter Spaßvogel will er auf der Alm die Liebe finden und ist wohl einer der besonderen Fremdschamkandidaten. Noch recht blass zeigten sich Fußballtrainer Werner „Beinhart“ Lorant und Sängerin Kathy Kelly.

Gut, Lorant sicherte sich sogleich das schönste Bettlaken samt Decke und ließ den Checker im Regen stehen, aber noch ist er eher der in sich gekehrte Sturkopf. Kathy Kelly spielte Gitarre und sang, die übrigen Promis lauschten verzückt. Rolle: mögliche Alm-Mama.

Der Checker aus Duisburg lässt sich tragen

Zum Team „Bekannt aus Castingshows und witzig, weil sie eher auf den roten Teppich oder in eine Nobeldisko als in die Natur passen“ gehören Gina-Lisa Lohfink, Tessa Bergmeier, Rolf Scheider und Thomas Karaoglan. Tessa stakste in Highheels zur Hütte, Rolf stieg theatralisch mit einem Fächer wedelnd aus dem Auto.

Der Checker aus Duisburg tanzte gerade noch bei RTL in der Show „Let’s Dance“ über das Parkett und versuchte, sich reif und männlich präsentieren. Auf dem Weg zur Alm ließ er sich jedoch von Moderator Carsten Spengemann über eine matschige Pfütze tragen. Auch mit dem Titel „Chef des Tages“, den ihm der Öhi verlieh, tat sich der 18-Jährige schwer. Im Vorstellungsclip kündigte er an, die Alm rocken zu wollen.

„Ich bin doch Chef, ich darf das“

Große Worte, die dann als Anführer auch schnell vergessen waren. Klare Ansagen? Aufgaben verteilen? Fehlanzeige. Es hieß: „Arbeit könnt ihr euch selber suchen“ und weg war der Checker. Wohin? Na, zum Faulenzen in die Sonne. „Ich bin doch Chef, ich darf das.“

Erster Unmut und ein grimmiger böser Alm-Öhi waren das Ergebnis. Doch muss der aufmüpfige Duisburger schon heute Abend dafür zahlen. In der sogenannten „Muh-Probe“ muss er Schneckenschleim produzieren. „Ein altes Hausmittel gegen Husten“, verkündet Moderator Aminati und in den Gesichtern der Kandidaten bildete sich ein starke Ziel ab: „Ich bekomme hier keinen Schnupfen.“

Restposten vom Dschungelcamp

Die erste Muh-Probe meisterte Modelzicke Tessa. In der „Scheune des Schreckens“ galt es in völliger Dunkelheit zu ertasten, welche Tiere oder auch nicht Tiere sich in den aufgestellten Gläsern befinden. Typische Tiere der Bergwelt wären hier schön gewesen. Doch Krabben, Schlangen und Echsen, ein Kaktus und eine Wollmütze waren scheinbar vom Dschungelcamp noch übrig.

Überhaupt weist das Format etliche Parallelen zur RTL-Show auf. Abstimmungen der Zuschauer darüber, wer zur Tagesaufgabe - „Muh-Probe“ - antreten muss, um Besteck, Geschirr, Essen oder ähnliche Annehmlichkeiten für das Team zu erspielen, ein Moderatorenpaar, das versucht, genauso böse und bissig wie Dirk Bach und Sonja Zietlow aufzutreten, das aber leider nicht im Geringsten schafft.

Huch, überall Kameras!

Nur rauswählen kann man bei „Die Alm“ niemanden. Alle Kandidaten bleiben bis zum Finale und sind so Anwärter auf den Titel „Almkönig“ oder „Almkönigin“.

Einmal eingerichtet, breitete sich unter den Kandidaten gleich Klassenfahrtsstimmung aus. Gina-Lisa plauderte bereitwillig über ihre zwei Brustvergrößerungen und die Botox-Behandlung, nur um dann festzustellen, dass überall Kameras das Gesagte aufzeichnen und Medien berichten könnten. Na sowas.

Abschließend könnte man sagen, dass bei „Die Alm - Promischweiß und Edelweiß“ bisher weder Promischweiß noch Edelweiß zu sehen waren, dass aber Castingdirektor Rolf Scheider wieder zum „Kölsche Jong“ wird und seinen französischen Akzent komplett verliert, sobald er müde ist und im Bett liegt. Was die dünnere Bergluft doch so alles bewirkt. Da kann man fast gespannt sein, was sich sonst noch so entwickelt.

 
 

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