„Bares für Rares“: Verkäufer ahnt nicht, was dieses Armband für ein Schatz ist

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  • Bei „Bares für Rares“ hat ein Armband für eine große Überraschung gesorgt
  • Neun Jahre hatte Andreas Nachtsheim das Erbstück seiner Tante im Tresor aufbewahrt
  • Welcher Wert da schlummerte, ahnte er nicht

Berlin.  Der Anblick ist außergewöhnlich: Feine Goldstäbchen und grüne Turmaline reihen sich in verschiedenen Höhen aneinander, der Verschluss ist so gut verarbeitet, dass man ihn kaum sieht.

„Ein sehr interessanter Entwurf und sehr schöne Ausführung“, urteilt Expertin Wendela Horz denn auch über das Armband, das Andreas Nachtsheim zu „Bares für Rares“ mitgebracht hat. Ein Erbstück seiner Tante, von ihr selbst entworfen. Nur hatte Nachtsheim nicht so recht Verwendung dafür – also lag das gute Stück neun Jahre lang nur herum.

„Bares für Rares“: Armband mehr wert als gedacht

Hätte er gewusst, welchen Schatz er da im Tresor schlummern hatte, wäre er vielleicht eher zur ZDF-Show gekommen. Allein den Materialwert des 70er-Jahre-Schmuckstücks schätzt Horz auf rund 1500 Euro. Nachtsheim wäre schon mit einem Tausender zufrieden gewesen.

Doch es kommt noch besser: „Es ist ein extravaganter Entwurf, was den Verkauf etwas schwierig macht, aber es ist ein sehr stimmiger Entwurf in guter Ausführung und deswegen liegt meine Schätzung bei 2000 bis 2200 Euro“, so Horz.

„Wo-hoo“, bringt Nachtsheim da nur verdutzt heraus. Doch kommt das Armband auch bei den Händlern so gut an? Der Anfang scheint jedenfalls vielversprechend.

Händler überschlagen sich mit Angeboten

„Das sieht megaschön aus!“, entfährt es Schmuckhändlerin Elisabeth Nüdling gleich zu Beginn. Nachtsheim nutzt die Chance und preist das Erbstück weiter an: „Von meiner Tante selbst entworfen.“ Nüdling ist begeistert – doch damit nicht allein.

Das erste Angebot kommt von Julian Schmitz-Avila: „1500 Euro!“ Dann werfen die Händler mit Zahlen nur so um sich: „1600“, „1700“ – „ich gebe Ihnen 2000 Euro“, sagt Ludwig Hofmaier und glaubt damit wohl fein raus zu sein. Doch von wegen.

„2050“, „2100“, „2200“ ... „2250, weil ich’s so gerne hätte“, argumentiert Nüdling schließlich. Was zumindest ihre Mitbieter zu überzeugen scheint.

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Verkäufer will noch mehr rausholen

Nachtsheim hingegen pokert und versucht, die Schmuckhändlerin auf 2300 Euro hochzuhandeln. Ist er zu weit gegangen?

„2300, weil ich mich so freue, dass ich das jetzt bekomme“, gibt Nüdling nach. Und auch Nachtsheim ist zufrieden: „Ich weiß jetzt, dass das Armband raus aus dem Tresor kommt. Jetzt wird es getragen und hat ein neues Leben.“

Und 2300 Euro mehr auf dem Konto sind sicher auch nicht verkehrt.

Das Goldarmband ist längst nicht das einzige Stück, das bei „Bares für Rares“ für Aufsehen sorgte. Hier kannst du lesen, bei welcher Antiquität der Experte Gänsehaut bekam. Und hier, warum alle diese mysteriöse Figur der Freimaurer haben wollten. (cho)

 
 

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