„Bares für Rares“: Geld-Truhe lässt sich nicht öffnen und macht Experten ratlos

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  • Eine Geldkassette sorgte bei „Bares für Rares“ für ratlose Gesichter
  • Die Truhe war nur schwer zu öffnen
  • Ob die Händler den Trick herausfanden?

Köln.  Bei „Bares für Rares“ werden selten alltägliche Stücke vorgestellt. Aber so kompliziert wie das, was Verkäufer György Szilagyi aus Köln den Händler vorsetzte, waren die Antiquitäten selten.

Der ehemalige Zahnarzt wollte eine Geldkassette verkaufen. Doch das Öffnen des guten Stücks entpuppte sich als echte Herausforderung. Um den Schließmechanismus zu bedienen, war quasi eine Schulung nötig.

Erst einmal muss der Schließmechanismus mit einem Schlüssel in Gang gesetzt werden. Dazu muss der Schlüssel zunächst in ein kleines Loch an der rechten Seite der Truhe gesteckt werden. Auf dieses Weise lässt sich die Eisenstange vor den Bügeln lösen.

Anschließend beginnt die Suche nach einem weiteren Schlüsselloch. Dieses wird erst freigegeben, wenn man einen kleinen Kolben auf der Vorderseite der Truhe drückt. Dann bewegt sich ein traditioneller russischer Adler zur Seite, der die Front der Geldkassette ziert, und gibt das Schlüsselloch frei. Erst dann lässt sich die Truhe mit einem zweiten Schlüssel öffnen.

Händler bleiben mit Geboten unter Wert

„Das ist ja hochkompliziert“, stellt Moderator Horst Lichter während der Begutachtung fest.

Zusammen mit Antiquitätenhändler Albert Maier und Verkäufer György Szilagyi hatte er die Truhe unter die Lupe genommen. Der Experte schätzt das gute Stück, das etwa aus dem Jahr 1914 stammt, auf 800 bis 1000 Euro. Eine beachtliche Wertsteigerung, wenn man bedenkt, dass der Kölner einst 1000 D-Mark für die Truhe gezahlt hat.

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Nur waren die Händler auch bereit, so tief in die Tasche zu greifen? Eher nicht. Das Startgebot lag, nachdem der Verkäufer den zunächst völlig verwirrten Händlern das Schließsystem erläutert hatte, bei 330 Euro. Walter „Waldi“ Lehnertz bot letztendlich 550 Euro – noch immer zu wenig für Szilagyi. Er versuchte noch etwas mehr herauszuschlagen. Doch der Aufforderung, noch einen 50er draufzulegen, wollte „Waldi“ nicht folgen.

Letztendlich kamen die beiden dennoch ins Geschäft und die Truhe wechselte für 550 Euro den Besitzer – deutlich unter Schätzwert. (jei)

 
 

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