„Bares für Rares“: Bei diesem Stück bekam Experte Gänsehaut

"Bares für Rares": Diese fünf Dinge muss man jetzt wissen

„Bares für Rares“: Diese fünf Dinge muss man jetzt über die TV-Sendung mit Horst Lichter wissen.

„Bares für Rares“: Diese fünf Dinge muss man jetzt über die TV-Sendung mit Horst Lichter wissen.

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„Bei Bares für Rares“ begeisterten ein Cabriolet und eine Porzellandose die Händler. Auch ein Star aus der „Lindenstraße“ war dabei.

Königswinther.  Ein begehrter Oldtimer, eine Holzfigur, in die ein ganzer Bienenstock passt und ein Mann, der nur einen Vorwand für das Mitmachen suchte: In der zweiten Prime-Time-Ausgabe von „Bares für Rares“ im ZDF konnte Horst Lichter Antikliebhaber wieder begeistern. Als Kulisse für die Trödelshow diente erneut Schloss Drachenburg und dessen mit Oldtimern und anderen Antiquitäten geschmückter Garten. Lichters Experten begutachteten die Gegenstände der Verkaufswilligen und erklärten den TV-Zuschauern, worum es sich bei den zum Teil skurrilen Fundstücken handelte.

Daniel und Monika Bommer aus München brachten einen Bienenmann in die Sendung, eine 200 Jahre alte Holzfigur in der Form eines Bettelmönchs. Im Inneren der Figur findet ein ganzer Bienenstock Platz. Das Einflugloch des Bienenstocks befindet sich knapp unter der Gürtellinie des Mönchs, das symbolisiere die Fruchtbarkeit der Bienen, erklärte der Kunst- und Antiquitätenhändler Albert Maier. Für Lichter war damit das Rätsel um die grimmige Mine des Mönchs gelöst: „Wenn die Bienen da reinfliegen, dann verstehe ich, warum der so guckt wie der guckt.“

Fast 100.000 Euro für ein Mercedes-Cabriolet

Besonders brisant wurde es für die Händler bei einem rot-weißen Mercedes-Cabriolet, ähnlich dem Mercedes der ermordeten Prostituierten Rosemarie Nitribitt. Ludwig Hofmaier war bei der Begutachtung des Wagens ganz aufgeregt: „Alles noch im originalen Zustand!“ Sein Kollege Wolfgang Pauritsch musste ihn bremsen – die Kopfstützen wurden schließlich nachträglich montiert. Aber der Verkäufer beschwichtigte, das sei eine reine Sicherheitsmaßnahme. Er sei Arzt und wisse, dass die Stützen bei einem Unfall wichtig sind.

Die Gebote für den Wagen gingen schnell in die Höhe, Händlerin Susanne Steiger ließ nicht locker: „Ich mag ihn wirklich gerne und er steht mir wirklich gut, ich biete ihnen 70.000 Euro.“ Sie ließ sich bis nahe an die 100.000-Euro-Schwelle bringen, obwohl sie 80.000 Euro zuvor als „letztes Gebot“ bezeichnete. Zwischendurch telefonierten sie und auch Wolfgang Pauritsch mit möglichen Kaufinteressenten. Pauritsch stieg aus und auch Steiger erhielt den Zuschlag für den Wagen nicht. Sie bot 90.000 Euro, der Verkäufer Jürgen Fröhlich wollte sich aber nicht unter 95.000 Euro von seinem Schmuckstück trennen.

Verlobungs-Service vom „Lindenstraßen“-Star

Zwei Spielzeugsammler, die ein kleines Privatmuseum „mit über 1000 Spielzeugen“ angesammelt haben, brachten eine Mischung aus einem Liegerad und einer Pferdekutsche mit Blechgaul mit. In dieser Bieterrunde gab Waldi Lehnertz das finale Gebot über 800 Euro ab, mit dem er das Pferde-Fahrrad von Verkäufer Theo Zeller kaufte.

Mit dem Schauspieler-Ehepaar Margie Kinsky und Bill Mockridge fanden sich auch zwei prominente Verkäufer auf Schloss Drachenburg ein. Mockridge spielte über 24 Jahre lang die Figur des Erich Schiller in der ARD-Serie Lindenstraße. Das Paar bot ein Silber-Service an, das sie in den 80er-Jahren zur Verlobung von seinen Eltern bekamen. Seine Frau und er feiern 2019 ihren 35. Hochzeitstag, dann würden sie gerne nach Las Vegas fliegen und noch einmal heiraten. Für diese romantische Idee sollte das Service das Start- oder besser das Flugkapital für die Reise liefern.

Aber das Service entpuppte sich als versilbert, nur die winzige Zuckerzange bestand tatsächlich aus Edelmetall. Entsprechend fielen die Gebote der Händler eher verhalten aus. Bei einem Gebot von 500 Euro scherzte Margie Kinsky unzufrieden: „Damit kommen wir nicht mal bis nach Paris!“ Die Schauspieler zweifelten an dem Verkauf und Margie Kinsky meinte, auf dem Schnapsfläschchen stehe „M“ für Mockridge und sie wäre bereit es wieder mitzunehmen, dann sollte das „M“ in Zukunft für Margie stehen. „Ich drehe das dann um, dann heißt es W für Wolfgang“, meinte Wolfgang Pauritsch und erhielt den Zuschlag für 1000 Euro.

Porzellandöschen bringt 30-fachen Wert

Besonders rührselig waren die Verkäufe von Michael Schmidt und Natascha Scharschmidt. Letztere trat mit einem Schnupftabaksdöschen vor den Experten Detlev Kümmel, das sie für 150 Euro abgeben wollte. Kümmel konnte seine Bewunderung für das Döschen nicht verstecken, das von der Porzellanmanufaktur Meissen stammte und fast 300 Jahre alt war. Er sei selten beeindruckt, so der Experte, aber jetzt habe er Gänsehaut. Er habe schon ähnliche Dosen mit einem Loch gesehen, die über 2000 Euro kosteten.

Lichter und der Experte schickten die Altenpflegerin Natascha Scharschmidt mit feuchten Augen in die Händlerrunde. Am Ende kaufte Julian Schmitz-Avila das Schnupftabakdöschen für 4500 Euro – das Dreißigfache der Schätzung der Altenpflegerin.

Der zweite besonders rührselige Kandidat brachte einen über 200 Jahre alten Offizierswecker in die Sendung . „Diese Uhr existiert, seit ich lebe“, erklärte Michael Schmidt. Als er gefragt wurde, wieso er sich dann jetzt davon trennen wollte, meinte er bloß: „Ich habe die Sendung öfter gesehen und gedacht, irgendwas muss dir doch einfallen, dass du da mal hinkommst.“ Neben dem Erlebnis konnte der Rentner auch 3850 Euro mitnehmen, die Wolfgang Pauritsch für die Antiquität zahlte.

Eine Kandidatin scheitert am Experten

Zwei Gegenstände brachte Semra Tüzer mit: Ein winziges Kruzifix aus Elfenbein und eine Flohfalle, die ineinandersteckten. Allerdings musste die Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel sie enttäuschen, beides war nicht sehr wertvoll. „Vor 100 Jahren gehörten Flöhe noch zu unserem Alltag“, erklärte die Expertin.

Auch Mia Tilgner scheiterte. Sie brachte einen Freimaurerring mit in die Sendung. Aber bei dem war „der ideelle Wert leider in dem Fall höher“, musste sie feststellen.

 
 

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