„Anne Will“-Redaktion entschuldigt sich für Kameraschwenk

Sexismus-Debatte: Das sagen die deutschen Promis über ihre Branche

Sexismus-Debatte: Das sagen die deutschen Promis über ihre Branche

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Ausgerechnet als es um Sexismus ging, leistete sich die „Anne Will“-Regie einen anzüglichen Kameraschwenk. Nun reagierte die Redaktion.

Berlin.  Ein Kameraschwenk bei „Anne Will“ führt das Thema der Sendung ad absurdum – und heizt die aktuelle Sexismus-Debatte weiter an. Ausgerechnet beim Thema „Die Sexismus-Debatte – Ändert sich jetzt etwas?“ erlaubte sich der Kameramann am Sonntag nämlich eine Kameraführung über die Beine von Verona Pooth, die als Gast in der Sendung war. Nun entschuldigte sich die Redaktion der Sendung für den Fauxpas.

„In der gestrigen Ausgabe von Anne Will zur Sexismus-Debatte gab es einen Kameraschwenk über die Schuhe und Beine von Verona Pooth. Diese Form der Bildführung widerspricht den redaktionellen und bildlichen Grundsätzen der Sendung“, sagt eine Sprecherin auf Anfrage dieser Redaktion am Montag. Der zuständige Regisseur bedauere den Fehler.

Twitter-Nutzer empören sich über Kameraschwenk

Die Kamerafahrt hatte am Abend bei den Zuschauern für Empörung gesorgt. „#AnneWill redet über Sexismus und die Kamera schwenkt auf Fr. Pooth und zwar von unten nach oben. (...) Ich finde das bezeichnend“, kritisierte etwa ein Twitter-Nutzer.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Sendung der ARD wegen sexistischer Kameraschwenks in die Kritik geraten ist. Eine Kamerafahrt bei der „Tagesschau“ über die Beine von FDP-Politikerin Katja Suding hatte im Januar 2015 für Aufsehen gesorgt.

Damals reagierte die ARD direkt im Anschluss der Sendung, beanstandete die Kameraführung als unangebracht und entschuldigte sich bei der Politikerin. (jkali)