Andreas Kümmert löscht "The Voice of Germany" aus seiner Vita

"The Voice of Germany"-Gewinner Andreas Kümmert hat mit der Castingsshow abgeschlossen.
"The Voice of Germany"-Gewinner Andreas Kümmert hat mit der Castingsshow abgeschlossen.
Foto: Imago
"The Voice of Germany"-Sieger Andreas Kümmert will nichts mehr mit der Musikshow zu tun haben. Auf seiner Homepage gibt es kaum einen Hinweis, dass der Sänger erst vor wenigen Monaten die Herzen von Millionen Fernsehzuschauern im Sturm erobert hat. Kümmert bereut seine Teilnahme bei TVoG.

Essen. In drei Staffeln von "The Voice of Germany" gab es keinen Teilnehmer, der die Herzen von Millionen Zuschauern dermaßen im Sturm erobert hat wie Andreas Kümmert. Der "Rocket Man" (sein Blind Audition Song) aus dem Team von Coach Max Herre passte mit Halbglatze, Rauschebart und unscheinbaren Klamotten eher nach Woodstock als in das Idealbild eines Superstars der Pop-Maschinerie. Aber mit seiner unglaublichen Stimme fegte er sämtliche Konkurrenten bei "The Voice of Germany" 2014 von der Bühne und gewann die Musikshow mit dem Titel "Simple Man".

Doch aus heutiger Sicht erscheint der Hype um Andreas Kümmert wie ein großes Missverständnis. Bereits vor seinem Sieg im Finale von "The Voice of Germany" hieß es mehrfach, dass Kümmert unzufrieden mit der Darstellung seiner Person als "Nerd" sei. Im Gespräch mit DerWesten bekannte Kümmert offen, dass er sich nicht noch einmal bei "The Voice of Germany" als Kandidat bewerben würde.

Verträge hinderten Kümmert am Ausstieg bei "The Voice of Germany"

Einige Monate später folgten deutliche Worte des 27-Jährigen in einem Express-Interview: "„Da wäre ich lieber in den kleinen Clubs Dreck fressen gegangen. Da fühle ich mich eh wohler als auf der großen Bühne.“ Ihm sei es mit jeder weiteren Show viel zu sehr um seine eigene Person als um seine Musik gegangen.

Mit seiner "The Voice of Germany"-Vergangenheit habe er deshalb komplett abgeschlossen. Letztlich hätten ihn nur seine unterschriebenen Verträge daran gehindert, nicht schon vorher bei der Musikshow von ProSieben und Sat.1 auszusteigen. So führt Kümmert seinen krankheitsbedingten Ausfall bei der Tour der "The Voice of Germany"-Finalisten auf den großen Druck zurück, der auf ihm lastete.

Andreas Kümmert ist zu seinen Wurzeln zurückgekehrt

Wer heute die Homepage von Andreas Kümmert aufruft, muss lange suchen, bis er Spuren seiner Zeit bei "The Voice of Germany" findet. Unter Referenzen steht, dass er mal mit Ivy Quainoo (Siegerin TVoG-Staffel 1), Nick Howard (Gewinner TVoG Staffel 2) sowie Max Herre und Michael Buble auf einer Bühne gestanden habe - ohne dabei "The Voice of Germany" zu erwähnen. Zudem werden in seiner Auftritts-Historie das Datum seiner "Blind Audition" und die Teilnahme am Halbfinale erwähnt.

Andreas Kümmert ist schlicht zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Auf seiner Homepage wird betont, dass er für "Authentizität und Ehrlichkeit" stehe. Das Geheimnis seiner Musik liege darin, " vollkommen loslassen zu können”.

Anti-Star mit über 113.000 Facebook-Fans

The Voice of Germany Wer sein Schaffen in der letzten Zeit beobachtet, stellt schnell fest, wann sich der Franke in seinem Element fühlt: Zahlreiche Facebook-Einträge zeigen ihn auf der Bühne oder beim Komponieren - ohne großes Tantam, sondern ganz intim mit seinem Publikum. Die Fan-Gemeinde des Anti-Stars ist bei Facebook immerhin auf über 113.000 gewachsen. Die Zahl ist eines der wenigen Relikte aus der Zeit, als Kümmert bei "The Voice of Germany" Millionen Zuschauer berauscht hat. (we)

 
 

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