Feiern statt Angst bei Bochum Total und Juicy Beats

Jenny Busche
So soll es auch in diesem Sommer wieder beim Juicy Beats in Dortmund aussehen. Foto: Franz Luthe
So soll es auch in diesem Sommer wieder beim Juicy Beats in Dortmund aussehen. Foto: Franz Luthe
Foto: WR/Franz Luthe
Die Veranstalter von Bochum Total und Juicy Beats sind zuversichtlich, dass sie die Sicherheitsanforderungen erfüllen und die Festivals wie geplant über die Bühne gehen. Beim Devilside-Festival wurde der Vorverkauf aus Termingründen verschoben.

Essen. Nachdem das Pfingst-Open-Air in Werden aus Sicherheitsgründen abgesagt worden ist, sind die Macher von Bochum Total und dem Dortmunder Festival Juicy Beats zuversichtlich, dass die beiden Großveranstaltungen wie geplant im Sommer stattfinden können.

„Unser Sicherheitskonzept ist über viele Jahre erprobt“, sagt Martin Juhls, Sprecher von Juicy Beats. Das Elektro-Festival fand nur eine Woche nach dem tragischen Unglück auf der Loveparade in Duisburg statt. „Deshalb standen wir unter besonderem Druck“, sagt Juhls. „Danach haben wir von allen Seiten ein großes Lob bekommen.“

Im vergangenen Jahr zog das Juicy Beats rund 25.000 Besucher an. Das Sicherheitskonzept sei - auch angesichts der Loveparade-Tragödie - auf wesentlich mehr Gäste ausgerichtet gewesen. Juhls ist zuversichtlich, dass das 16. Juicy-Beats-Festival wie geplant am 30. Juli im Westfalenpark über die Bühne geht. „Wir sind in allen nötigen Gesprächen“, sagt er, „es hat noch niemand gesagt, dass es nicht stattfinden kann.“

Dass das Pfingst-Open-Air-Festival in Werden abgesagt wurde, bedauert Juhls. „Das ist eine tolle Veranstaltung und es ist schade, dass sie dieses Jahr ausfällt.“

Die Macher des Devilside-Festivals haben ganz andere Sorgen

Auch die Veranstalter von Bochum Total sind guter Dinge, dass das beliebte Festival vom 21. bis 24. Juli läuft. „Wir stehen in enger Abstimmung mit Polizei und Feuerwehr“, sagt Festival-Sprecher Björn Büttner. Seit der Loveparade-Katastrophe würde vieles mit erhöhter Aufmerksamkeit betrachtet. „Die Frage ist, ob die Kapazitäten dafür da sind. Und das ist bei uns der Fall.“ Deshalb stehe es nicht zu befürchten, dass die 26. Auflage von Bochum Total abgesagt werde.

Die Macher des Devilside-Festivals haben derzeit ganz andere Sorgen. Gerade erst war der Umzug vom Essener Uni-Campus auf das Open-Air-Gelände an der Oberhausener Turbinenhalle bekannt gegeben worden. „Nun wissen wir nicht, ob das Festival überhaupt stattfinden kann“, sagt der Sprecher Martin Zowislok. Als Termin war der 2. Juli festgelegt worden, etliche Bands hätten auch schon zugesagt. Erst jetzt hätten die Veranstalter erfahren, dass die „Big 4“ Metallica, Slayer, Anthrax und Megadeth am selben Tag auf Schalke spielen.

Gegen diese prominente Konkurrenz habe das Rock-Festival keine Chance, ist Zowislok überzeugt. „Unser Booker arbeitet auf Hochtouren und versucht einen anderen Termin zu finden.“ Der geplante Vorverkaufsstart ist erst einmal verschoben worden.