Familie Grunz

Wo steht eigentlich geschrieben, dass Kinderlose sich nicht einfach einen Knirps von der Wäscheleine angeln dürfen? Dass Eintöpfe aus überfahrenen Eichhörnchen nicht die schiere Delikatesse sein können? Und grüne Zähne eine Frau fast mehr zieren als gelbe, sofern ein Wohnwagen ihr Zuhause ist, in dem sie sich ihres Nasenhaars per Grillzange entledigt?

Geschrieben steht, dass all das möglich ist: in Philip Ardaghs „Familie Grunz“ , der jüngsten Spleen-Parade des jugendbuchschreibenden Briten. Du liebe Zeit, sind die eklig! Aber lustig und so unkonventionell, wie man sich die eigene Sippe manchmal wünscht: enorm erheiternde Lektüre, roh, raubeinig, rabenschwarz und darum Erwachsenen vielleicht noch mehr als anderen ans Herz zu legen. Das Hörbuch liest mit Schnodder in der Kehle und enormem Spaß am Schmuddeldasein: Harry Rowohlt (Foto).

Philip Ardagh: Familie Grunz hat Ärger. Übersetzt und gelesen von Harry Rowohlt. 3 CDs, 236 Minuten. Verlag Beltz & Gelberg. 16,95€

Fantastisch fies