Emma Schweiger verzaubert die Film-Branche

Emma Schweiger hat das süßeste Lächeln in der deutschen Filmbranche. Die Tochter von Til Schweiger verzauberte in „Kokowääh“ und „Keinohrhasen“. Mit ihren acht Jahren übernimmt sie eine Rolle nach der anderen. Wird Emma von ihren Eltern verheizt?

Essen.. Keine andere kann so niedlich erklären, wie das „zwischen den Männern und ihrer Mutter so läuft“, wie die kleine Cheyenne-Blue in „Keinohrhasen“. Und keine füllt den Platz neben Til Schweiger so hübsch aus wie die kleine Magdalena in „Kokowääh“. Denn das verschmitzt lächelnde blonde Mädchen ist Emma Schweiger, seine Tochter.

In den Sommerferien stand die Kleine, die mit vollem Namen Emma Tiger Schweiger heißt, zum ersten Mal ohne ihren Vater vor der Kamera. In der TV-Komödie „Und weg bist du“ spielt sie an der Seite von Christoph Maria Herbst und Annette Frier. Gedreht wird unter der Regie von Oscar-Preisträger Jochen Alexander Freydank. Dazu kommt noch eine eigene TV-Show. Mit ihrer Mutter Dana Schweiger und ihren Geschwistern Lilli und Luna wird sie ab dem 13. November auf dem Kanal Boomerang in dem Format „Die Pfotenbande“ den richtigen Umgang mit Tieren vorführen.

Emma Schweiger soll eine unbeschwerte Kindheit genießen

Dass Til Schweiger stolz auf seine Tochter ist, hat er schon betont, als er sie in seinen Filmen platziert hatte. Oft habe er mit Emma die Rollentexte gelernt, erzählte Schweiger der „Bild“. Auch Mutter Dana sieht offenbar kein Problem darin, dass ihre Tochter Emma immer mehr ins Rampenlicht rückt. „Emma macht auch schon mal einen Modeljob.“ Schule und Spielen gingen aber vor, sagte sie Anfang des Jahres. „Sie sind Kinder, und sie sollen eine unbeschwerte Kindheit genießen.“

Trotzdem hat die Vergangenheit gezeigt, dass sich das Film-Geschäft mit dem „normalen“ Aufwachsen eines Kindes nicht immer vereinbaren lässt. Einige Kinderstars flüchteten sich in Drogen und landeten schließlich in einer Entzugsklinik. Drew Barrymore legte mit „E.T.“ einen Raketenstart hin. Doch den Erfolg verkraftete sie nicht. Sie wurde drogensüchtig, und es folgte gar ein Selbstmordversuch. Sie zog sich aus dem Sumpf und verdient heute als Schauspielerin und Produzentin viele Millionen US-Dollar. Macaulay Culkin dagegen hat den frühen Ruhm aus „Kevin allein zu Haus“ nie verkraftet. Es folgten Alkohol- und Drogenexzesse, eine Hochzeit mit 17 Jahren sowie die Scheidung zwei Jahre später.

Psychologe: „Kinder lieben den Applaus und die Anerkennung“

Diplom-Psychologe und Buchautor Michael Thiel begleitet berühmte Persönlichkeiten aus der Welt der Medien und weiß, wie sich der Star-Ruhm auf die Psyche der Kinder auswirken kann. „Kinder lieben es, wenn sie der Öffentlichkeit zeigen dürfen, was sie können. Sie lieben den Applaus, das Lob und die Anerkennung“, erklärt Thiel im DerWesten-Gespräch.

Wenn die Eltern allerdings nicht achtgeben, kann es Schwierigkeiten geben: „Negative Auswirkungen entstehen, wenn das Kind keinen altersgerechten Umgang mehr hat und auf das reduziert wird, was es in seiner Filmtätigkeit leistet“, erläutert Thiel. „Schlecht ist zudem, wenn es keine Grenzen gesetzt bekommt und ständig hofiert wird. Dann kann dem Kind der Ruhm zum Kopf steigen, und es könnte arrogant werden.“

Alkohol als künstlicher Selbstwertverstärker

Schwierig wird es in der Pubertät: „Wenn die Rebellion einsetzt, stellt sich das Kind die Frage, wer es eigentlich ist. Aus psychologischer Sicht kann dies zu einem niedrigeren, schwankenden Selbstwertgefühl führen.“ Im schlimmsten Fall greift das Kind zu Drogen und Alkohol. „Das sind künstliche Selbstwertverstärker - eine Art Fluchtröhre“, warnt der Psychologe.

Und was sollten Eltern beachten, wenn bei ihren Kindern ein Schauspieltalent entdeckt wird? „„Eltern müssen sehr vorsichtig sein, was Casting-Agenturen und Manager angeht und sich am besten im Vorfeld Referenzen einholen. Auch ein Anruf beim Arbeitsamt und die Frage nach Informationen über die Künstler-Agentur kann da helfen“, rät Thiel. Zudem sollten sie darauf achten, dass die Kinder Spaß bei der Sache haben und ein Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung gegeben ist. „Eltern sollten beim Dreh dabei sein, damit das Kind das Gefühl hat, dass Mama und Papa einen sicheren Hafen im Rücken darstellen.“

Familie Schweiger genießt einen guten Ruf in der Branche

In der Film-Branche genießen Dana und Til Schweiger einen guten Ruf, wenn es um die vorsichtige Einführung ihrer Kinder in die Medienwelt geht. „Die meisten Eltern in der deutschen Filmszene gehen sehr behutsam mit ihren Kindern um. Viele sind gar nicht begeistert, wenn ihr Nachwuchs auch in die Branche will“, weiß Michael Thiel.

Zudem gibt es in Deutschland ein strenges Kinder- und Jugendschutzgesetz, woran sich alle halten müssen, wenn es etwa um Nacht-Drehs oder die Zahl der täglichen Stunden vor der Kamera geht. „Deshalb war es auch richtig, dass etwa Sebastian Wurth bei „Deutschland sucht den Superstar“ nach 22 Uhr nicht mehr auftreten durfte“, betont der Psychologe.

Emmas Wunsch für die Zukunft

Die junge Emma Schweiger hat schon ganz genaue Vorstellungen, wo ihr Weg hinführen soll. So „richtig berühmt“ wolle sie werden, sagte die Achtjährige in einem RTL-Interview. Ihre Mutter Dana Schweiger fragte darauf noch einmal leicht irritiert mit etwas enttäuscht klingender Stimme nach: „Wirklich?“ Und einen Blick in die Zukunft gewährt Emma auch. Auf die Frage, wo sie sich in zehn Jahren gerne sehen würde, sagt sie selbstbewusst: „Auf einem riesigen Plakat“.


 
 

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