Den Burger-Erfinder? Kennt man nicht

Der Burger ist eine nationale Mahlzeit-Ikone der USA, doch ob er dort auch 'erfunden' wurde, darum ranken sich viele Legenden. „Etliche Menschen und Staaten behaupten, ihnen verdanke die Welt den Burger“, sagt ein Sprecher der Fastfood-Kette McDonald's. Die jedenfalls hat den Burger erstmals in Deutschland eingeführt – am 4. Dezember 1971. Aber die Geburtsstunde? Die kann keiner so recht datierten.

Da wäre die Legende vom 15-jährigen Charlie Nagreen im US-Staat Wisconsin, der 1885 auf einem Jahrmarkt gebratene Frikadellen erstmals zwischen zwei Sandwiches gedrückt, verkauft haben soll, weil seine Kunden sich darüber beschwert hatten, dass der Fleischsaft triefte. Oder die Brüder Frank und Robert Menches in Ohio, in deren Imbissstand auf einem Bauernmarkt 1885 die Würstchen ausgingen; statt dessen sollen sie kurzerhand Sandwiches mit gebratenem Hackfleisch kreiert und das ganze nach dem Ort benannt haben, wo sie waren: in Hamburg, US-Staat New York.

Vielleicht war die Geburtsstunde des Hamburgers auch erst 1904, als ein gewisser Fletcher Davis auf der Weltausstellung in St. Louis an „Old Dave's Hamburger Stand“ Hackfleisch-Sandwiches anbot. In Wörterbuch Oxford English Dictionary wiederum war der Begriff Hamburger 1889 erstmals notiert – als Begriff für eine damals verbreitete Mahlzeit namens Hamburger Steak.

Dessen Ursprung wiederum datieren Historiker auf das 14. oder 15. Jahrhundert zurück: im Baltikum und in Finnland sei Tartar damals sehr verbreitet gewesen - rohes Gehacktes. Händler verbreiten die Speise bis nach Hamburg. Dort aber briet man dieses Hackfleisch lieber, und schuf die Frikadelle. Dieses „Hamburger Rundstück“ wiederum brachten dann deutsche Auswanderer in die USA. Von wo aus der „Hamburger“ seinen Weg in die Welt machte. (dae/WE)