Das beste Orchester der Welt

Düsseldorf..  Endlich kamen die Berliner Philharmoniker mal wieder in die Düsseldorfer Tonhalle. Mit ihrem einzigartigen Sound der Streicher und den Top-Solisten unter Blech- Holzbläser-Pulten. Letztere das Salz in der Suppe, sie machen für viele die Hauptstadt-Philharmoniker zum immer noch besten Orchester der Welt.

Dazu noch Yannick Nézet-Seguin am Pult, der erst kürzlich zum neuen Chef der New Yorker Met gekürt wurde. So viel Glanz und Ruhm schätzen Musikfans überall. Besonders aber in Düsseldorf, wo die Berliner mit einem rein tschechischen Romantik-Programm auftraten.

Jubel und Begeisterung sind groß, selbst das mondäne perlenbehangene Publikum lässt sich zu Bravorufen hinreißen. Bereits nach Smetanas unverwüstlichem Schlager, der symphonischen Dichtung „Moldau“. Ein Werk, das gefühlt millionenfach gespielt wurde. Die Farbenpracht, die stetige Bewegung, das permanente Fließen eines immer weiter werdenden Stroms und die fast wagnersche Dramatik bringen die Berliner engagiert und klangintensiv über die Rampe. So sehr, dass man meinte, viele Details bei den Geigen und Holzbläsern neu zu entdecken.

Der berühmte noble, ausgefeilte Klang der Spitzenmusiker kommt noch besser bei Dvoraks Serenade für Streichorchester zur Geltung. Hier vermitteln die hohen Violinen das Gefühl von Schwerelosigkeit. So wird der Zuhörer in fünf Sätzen von ätherischer Schönheit umhüllt und fühlt sich in einer Welt, in der er kaum den Boden berührt. Dabei müht sich der 41jährige Pultstar um zündende Dynamik, so dass keine Sekunde Langeweile aufkommt.

Mit verschwenderischem Sound verwöhnt die große Orchesterbesetzung dann noch einmal in Dvoraks Sechster Sinfonie. Im langsamen Satz entfalten sie unter dem spärlich eingreifenden Frankokanadier Nézet-Seguin Breitwandformat. Das agile Musizieren an allen Pulten, die Virtuosität des Konzertmeisters Daishin Kashimoto und der anderen Instrumenten-Führer machten das Hör-Erlebnis zu einer Sternstunde der zu Ende gehenden Tonhallen-Saison. Wie auch der Rausschmeißer, Dvoraks Slawischer Tanz, in dem die Berliner noch einmal alle Register zogen und mit furiosem Tempo Funken sprühen ließen.

 
 

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