Community-Schau: Heute für Lau

Essen. Nein, wir haben nichts zu verschenken! Erst recht nicht den Kollegen Thomas Lau, um den sich die Community-Schau heute dreht. Der ist nämlich unser Urgestein des Community-Managements und so soll es auch bleiben. Der alte Mann und das Netz oder: Wie man die Welt in Links erklärt. Ein Porträt.

Heute war wieder einer dieser Tage, an denen man in die Redaktion kommt und sich schon nach dem "Guten Morgen" fragt, ob der Kollege einen nun überhört oder eher einen schlechten Tag erwischt hat. Zur Antwort kam nämlich: Nichts! Aber schlechte Tage gibt es bei unserem Herrn Doktor eigentlich nicht. Im Grunde gibt es nur die guten, die sehr guten und die eher durchwachsenen Tage, an denen er dann so einsilbig ist wie sein Nachname. Aber die gibt es eher selten, und da kein Ton keine Silbe ist, scheint er mich wohl überhört zu haben. Das kann man ihm aber auch nicht verdenken, schließlich lässt das Gehör im Alter ja auch nach. Aber genug der Jahrgangssticheleien, denn so alt ist er schließlich gar nicht.

Jukebox auf zwei Beinen

Zumindest ist er noch jung genug, um in der Betriebsportmannschaft regelmäßig gegen das runde Leder zu kicken, und das heißt ja schon was. Ich erkundige mich dann zwar jedes Mal fürsorglich, ob die Knochen noch ganz sind, aber bisher sind noch keine Klagen gekommen. Und auch in anderen Bereichen muss man dem promovierten Soziologen Lau bedingungslos das Zertifikat "Junggeblieben" ausstellen, insbesondere im Bereich Musik. Der Alt-Punk, der seine damals einzigartige Dissertation zum Thema "Die heiligen Narren – Punk 1976-1986" geschrieben hat und in Keller und Wohnzimmer über 4.000 Schallplatten und CD's jeglicher Couleur hortet, ist eine wandelndes Musiklexikon. Wenn in der Redaktion mal jemandem der Interpret zu einem Stück nicht einfällt oder das Stück zu einem Vers oder ein Vers zu einer Melodie - Herr Dr. Lau ist der richtige Ansprechpartner. Dabei erstreckt sich sein Know-How keineswegs nur auf Klänge aus dem vergangenen Jahrhundert. Als er mir jüngst eröffnete, er habe sich die neue Lily-Allen-CD bestellt, musste sogar ich zugeben, dass ich von der nicht viel kenne, die sei mir irgendwie "zu kindlich".

Der Trumpf in der Community

Seine musikalischen und anderweitigen Vorlieben trägt der Thomas auch gerne mal im Alltag zur Schau, genauer gesagt am Revers, dem im ständigen Wechsel immer neue Buttons seiner Idole, seien es nun Sid Vicious oder Charlie Browns "Snoopy" anhaften. Generell kann man ihn als passionierten Sammler charakterisieren. Neben Platten und Buttons gilt seine größte Sammelleidenschaft Freunden in der Community. 478 Personen finden sich bis dato in seiner Freundesliste - jetzt schon ein absoluter Spitzenwert, mit dem er im neuen Community-Quartett jeden Konkurrenten locker stechen dürfte. Aber nicht nur in der Sparte "Freunde" ist Kollege Lau dort die Trumpfkarte. Auch bei den Blogbeiträgen macht ihm so leicht keiner was vor. Täglich durchforstet er die endlosen Weiten des Internets nach neuen Kuriositäten oder Ankündigungen und postet die entsprechenden Links in sein Blog bei DerWesten. Normalsterbliche würden diese Netzneuigkeiten meist erst Wochen später oder gar nicht erreichen, beim Thomas wird man hingegen fündig. Mittlerweile steht er schon bei 791 Blogbeiträgen, und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.

Erfolgsgeheimnis: Männercola

Wie schafft der Mann das bloß neben seinen eigentlichen Aufgaben im Community-Management, muss man sich da - auch ohne Blick auf das Alter - zwangläufig fragen. Sein Geheimnis ist denkbar einfach und lautet schlicht: Zucker, und zwar in Form von täglich mindestens einer Cola aus dem Betriebsautomaten. Er selbst würde das natürlich nie so profan umschreiben und spricht lieber von "Männercola". Was Männercola ist? Na die mit Zucker natürlich, bei Cola Light spricht er nämlich von "Mädchencola". Ach ja, der Thomas. Man kann ihn einfach nur gern haben, selbst wenn er mal das "Guten Morgen" überhört. Wenn Sie nun ähnlich denken, schicken Sie ihm doch einfach eine Freundschaftseinladung. In seiner Freundesliste ist noch genug Platz - und der Fünfhundertste bekommt von mir eine Männercola!

 
 

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