„Beilight“ macht Vampire zu Witzfiguren

„Beilight: Biss zum Abendbrot“ - ein Film für Fans von infantilem Brachial-Humor. © Fox
„Beilight: Biss zum Abendbrot“ - ein Film für Fans von infantilem Brachial-Humor. © Fox

Essen.. Arme Vampire. Weicheier sind sie schon seit den drei Twilight-Filmen. Jetzt werden sie in „Beilight – Biss zum Abendbrot“ auch noch zu Witzfiguren. Der Film will parodieren, bleibt aber Klamauk für Fans von infantilem Brachial-Humor.

„Beilight“ will parodieren, bietet aber meist nur infantilen Brachialhumor. Vielleicht war es ja so: Eines Abends haben sich Jason Friedberg und Aaron Seltzer irgendwo in Hollywood mal wieder zusammengesetzt. „Pfuscher“ nennen sie viele Kritiker und „unfähig“. Als „Regisseure“ und „Drehbuchautoren“ bezeichnen sie sich selbst. Die „Scary Movie“-Reihe haben sie gemacht, „Date Movie“ oder „Meine Frau, die Spartaner und ich“ verbrochen. Was man durchaus als Warnung verstehen darf.

Unbekannte Darsteller

„Aaron“, hat Jason wahrscheinlich gesagt, „lass uns mal wieder einen Film machen. Über Vampire und so. Wie diese Dings, diese Stephenie Meyer.“ Und Aaron hat genickt. „Machen wir. So wie immer.“

Haben sie auch gemacht. Haben sich mit Jenn Proske, Matt Lanter und Chris Riggi drei Hauptdarsteller gesucht, die kaum einer kennt, die den Originalen aber überraschend ähnlich sehen. Mit ihnen haben sie die beiden ersten Twilight-Teile zu einem zusammengefasst, viele Szenen bis ins kleinste Detail nachgestellt und versucht, zu parodieren. Wobei es meistens beim Versuch geblieben ist. Was man allein schon an den Namen merken kann. Aus „Bella“ ist „Becca“ geworden, die „Cullens“ sind zu Sullens mutiert und Jacob heißt jetzt „White“ statt „Black“ mit Nachnamen. Das ist ungefähr so witzig wie der deutsche Titel des Films, der im Original unfreiwillig ehrlich den Titel „Vampires Suck“ („Vampire sind ätzend“) trägt.

Ansonsten gibt es über weite Strecken wieder nur den infantilen, vorhersehbaren Brachial-Humor für den die beiden Filmemacher seit vielen Jahren bekannt sind. Da laufen Leute gegen Autotüren, treten sich gegenseitig in die Weichteile oder lassen die Darmwinde wehen. Und wilde Werwölfe mutieren zu einer schwulen Boygroup im Stil der „Village People“.

Zwischendurch finden sich zwar auch einige wenige gute Scherze. Aber die sind entweder uralt oder werden ausgewalzt, bis auch dem letzten Zuschauer das Lachen vergeht. Minderjährige Fans der Original-Serie werden sich wohl dennoch amüsieren mit diesen grenzdebilen Blutsaugern. Alle anderen dagegen dürften selbst bei einer Zahnsteinbehandlung mehr Vergnügen empfinden als in diesem Film.

 
 

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