Bahn bricht Ausstellung im Bahnhof ab

Die Ausstellung „World Press Photo“ im Bochumer Hauptbahnhof ist vorzeitig abgebrochen worden. Foto: Monika Kirsch / WAZ FotoPool
Die Ausstellung „World Press Photo“ im Bochumer Hauptbahnhof ist vorzeitig abgebrochen worden. Foto: Monika Kirsch / WAZ FotoPool

Bochum. Blutige Körper und Leichen hat die Ausstellung „World Press Photo“ gezeigt - mitten in der Bochumer Schalterhalle. Jetzt ist die Präsentation vorzeitig beendet worden, um die Besucher vor den zum Teil sehr harten Bildern zu schützen.

Starke, aber auch sehr schockierende Bilder zeigt die Wanderausstellung „World Press Photo“. Zu sehen ist zeitgenössischer Fotojournalismus in beeindruckender Qualität. Faszinierende Porträts junger Menschen und herrliche Landschaftsbilder gehören ebenso dazu, wie schonungslose Momentaufnahmen von Tod und Gewalt.

Mitten in der Schalterhalle des Bochumer Hauptbahnhofs waren die Aufnahmen in den vergangenen Tagen aufgestellt. Jetzt haben die Organisatoren und die Deutsche Bahn die Präsentation abgebrochen. „Es war aus räumlichen Gegebenheiten nicht möglich, die ergreifenden Bilder aus den Konfliktgebieten dieser Erde von den anderen Fotos zu trennen und so vor ungewollter Betrachtung zu schützen“, teilt die Deutsche Bahn dazu am Freitag mit.

Tatsächlich warnte lediglich ein Hinweisschild Jugendliche unter 16 Jahren davor, sich die blutigen Bilder anzusehen. Die Aufnahmen zu ignorieren war allerdings aufgrund der prominenten Platzierung der Ausstellung mitten in der Schalterhalle kaum möglich.

Noch am Mittwoch hatte die Deutsche Bahn mitgeteilt: „Die preisgekrönten Fotos werden in einer Wanderausstellung in mehreren Bahnhöfen der Deutschen Bahn gezeigt. Wir stellen dazu die entsprechenden Flächen zur Verfügung. Für inhaltliche Fragen der Ausstellung ist die zuständige Agentur verantwortlich.“

Vom 20. bis 30. August wird die Präsentation nun in Köln gezeigt.

 
 

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