Gelsenkirchen

„Irgendwann auch ein Limit erreicht“ Schalke-Trainer Weinzierl warnt vor noch größerer Belastung

Markus Weinzierl.
Markus Weinzierl.
Foto: firo
  • Schalkes Trainer Markus Weinzierl sieht die Grenze für seine Spieler erreicht
  • Im Extremfall stehen für die Königsblauen bis Mai 31 Spiele an
  • Extreme Belastung für Nationalspieler

Gelsenkirchen. Am kommenden Samstag startet der FC Schalke 04 gegen den FC Ingolstadt (15.30 Uhr/Sky) in die Restrunde der Fußball-Bundesliga. Sollte es für die Königsblauen sportlich wunschgemäß laufen, wartet bis zum Frühjahr ein Mammutprogramm.

„Wenn man sich die Rückrunde anschaut und wir im DFB-Pokal und in der Europa League ins Finale kommen sollten, wären es bis zum 29. Mai nahezu nur englische Wochen. Und da ist dann irgendwann auch ein Limit erreicht“, warnt Trainer Markus Weinzierl.

Zusätzliche Belastung für Nationalspieler

Für Schalkes Nationalspieler sind die Belastungen noch extremer.

Leon Goretzka, Max Meyer und Benedikt Höwedes werden, sofern keine Verletzungen dazwischenfunken, zum deutschen Aufgebot für das Testspiel des Weltmeisters gegen England am 22. März in Dortmund sowie für das WM-Qualifikationsspiel in Aserbaidschan am 26. März in Baku zählen.

Kein Verständnis für WM-Aufstockung

Irgendwann wird der Akku bei ihnen zwangsläufig auf Reserve laufen. Künftig droht ein noch stärkerer Verschleiß.

Der Beschluss, die WM im Jahr 2026 mit 48 Mannschaften durchzuführen, sorgt bei Markus Weinzierl für Kopfschütteln. „Ich habe kein Verständnis dafür. Ich glaube, dass die Belastung mit den vielen englischen Wochen, wie wir sie kennengelernt haben, die Grenze ist.“

Hohes Verletzungsrisiko?

Schalke absolvierte im vergangenen Jahr von August bis Dezember insgesamt 24 Pflichtpartien. Von Januar bis Mai 2017 könnte die Anzahl auf 31 ansteigen. Durch die Intensität und kurze Erholungsphasen steigt bei den gebeutelten Schalkern das Verletzungsrisiko an.

Weinzierl: „Du hast mittlerweile alle drei Tage ein Spiel. Das fordert nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Es geht darum, dem Ganzen gerecht zu werden und unter Druck Top-Leistungen abzurufen. Ich glaube, dass die Jungs langsam am Limit angekommen sind.“

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