Zweite Welle der Gewalt in der britischen Hauptstadt

DerWesten
In vielen Londoner Stadtteilen wie hier in Brixton kam es in der Nacht zum Montag zur Konfrontation von Polizei und Hunderten von zumeist jugendlichen Krawallmachern. Foto: Getty Images
In vielen Londoner Stadtteilen wie hier in Brixton kam es in der Nacht zum Montag zur Konfrontation von Polizei und Hunderten von zumeist jugendlichen Krawallmachern. Foto: Getty Images
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Nur einen Tag nach den schweren Ausschreitungen im Londoner Stadtteil Tottenham ist es am späten Sonntagabend erneut zu Unruhen im Norden der britischen Hauptstadt gekommen. In Enfield wurden Schaufensterscheiben eingeworfen.

London. Nur einen Tag nach den schweren Ausschreitungen im Londoner Stadtteil Tottenham ist es am späten Sonntagabend erneut zu Unruhen im Norden der britischen Hauptstadt gekommen. Während es diesmal in Tottenham, dem Ausgangspunkt der Krawalle, selbst ruhig zu sein schien, entsandte die Polizei zusätzliche Beamte in das acht Kilometer nördlich gelegene Enfield.

Auf Fernsehbildern waren patrouillierende Polizisten sowie zerstörte Schaufenster zu sehen. Drei Geschäfte wurden zerstört. Mehrere Personen wurden festgenommen. Berichten zufolge wurde ein Polizeifahrzeug zerstört. Der Apotheker Dipak Shah berichtete in der BBC, er hätte sich mit seinem Bruder in seinem örtlichen Geschäft verbarrikadiert und Todesangst ausgestanden, nachdem 15 Jugendliche die Scheiben eingeworfen hätten und einbrechen wollten.

In der Nacht zuvor waren bei Krawallen im Stadtteil Tottenham nach Polizeiangaben 26 Beamte verletzt worden. 46 Randalierer wurden festgenommen. Anlass der Ausschreitungen war der Tod eines 29-jährigen vierfachen Familienvaters bei einem Polizeieinsatz am vergangenen Donnerstag unter noch ungeklärten Umständen. (afp/reuters)