Zoff unter den UFO-Forschern polarisiert

Gibt es die unbekannten Flugkörper wirklich am Himmel? Die UFO-Forscher streiten sich. Foto/Montage: Guido Raith/Ingo Neubold
Gibt es die unbekannten Flugkörper wirklich am Himmel? Die UFO-Forscher streiten sich. Foto/Montage: Guido Raith/Ingo Neubold
Foto: WR

Lüdenscheid.. Zoff unter den UFO-Forschern: Die Lüdenscheider Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens (GEP) hat sich von dem „Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene“ (CENAP) distanziert. Alle anderen deutschen UFO-Forschungsvereine (MUFON-CES, DEGULO) sowie die „Deutsche Initiative für Exopolitik“ haben sich angeschlossen.

Hans-Werner Peiniger, 1. Vorsitzender der GEP, ist jetzt der Kragen geplatzt: Der Lüdenscheider Verein ist die größte Vereinigung in Deutschland und besteht seit fast 40 Jahren. Eigentlich haben die deutschen Ufo-Forscher immer Hand in Hand gearbeitet, jetzt wurde CENAP der Stuhl vor die Tür gesetzt. Hans-Werner Peiniger: „In den letzten Jahren fiel und fällt die UFO-Gruppe CENAP in der Öffentlichkeit hauptsächlich durch die teils unverständlichen, vielfach aber polemischen und diffamierenden Texte auf ihren Internetseiten auf.“

Der Kopf der Gruppe – Werner Walter – diffamiere Andersdenkende und soll Mitglieder der GEP beleidigt haben . In der öffentlichen Erklärung gibt Peiniger Beispiele: Mitglieder der anderen Gruppen wurden als „UFOlogie-Hampelmänner-Mutanten“, „Wirklichkeits-Loser“, „UFO-Taliban“ oder „ufologische Möchtegern-Heißluft-Jungbullen“ bezeichnet.

Der Lüdenscheider Verein gilt in Fachkreisen als sachkundig, sein Vorsitzender Hans-Werner Peiniger ist ein kritischer Kopf, der nicht an Außerirdische auf der Erde glaubt. „Ich will nicht ausschließen, dass es irgendwo intelligente Zivilisationen gibt, nur kommen die nicht zu uns.“ Bislang gebe es keine Beweise für Aliens.

Die GEP sei eine Anlaufstelle für Menschen, die Unerklärliches am Himmel gesehen haben. 94 Prozent aller Fälle kann die GEP lösen. Trotzdem gibt es Fälle, für die nie eine Erklärung gefunden werden konnte. Der interessanteste trug sich 1976 in Ennepetal zu. Zwei Polizisten beobachteten über einem Acker einen Flugkörper, der mit seiner Helligkeit alles überstrahlte. Damals beschäftigte sich sogar das NRW-Innenministerium mit dem Fall – ohne Ergebnis.

 
 

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