Zentrale Rolle für den Bahnhof

So stellt es sich Städteplaner Hans Joachim Hamerla vor: Ein Glasaufzug führt zur Brücke über die man schließlich zum Bahnhof gelangt.                                                       Foto: Schlaich, Bergmann und Partner
So stellt es sich Städteplaner Hans Joachim Hamerla vor: Ein Glasaufzug führt zur Brücke über die man schließlich zum Bahnhof gelangt. Foto: Schlaich, Bergmann und Partner
Foto: Schlaich, Bergermann und Partner

Schalksmühle..  UWG-Ratsherr Harry Haböck fürchtet, dass die Pläne zur Regionale 2013 scheitern könnten, wenn in Schalksmühle nicht schnell und umfassend informiert wird. Bei der Bevölkerung seien die Leitprojekte aus dem Interkommunalen integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept kaum bekannt. Deshalb beantragt Haböck in einem offenen Brief an Bürgermeister Jörg Schönenberg eine rechtzeitige und ausführliche Bürgerinformation. In seinem Schreiben heißt es:

„Bei der Veranstaltung im Pädagogischen Zentrum Löh wurden im Rahmen der Regionale 2013 mit dem Entwicklungs- und Handlungskonzept für die beteiligten vier Kommunen im Volmetal den Räten der Stadt Halver und der Gemeinde Schalksmühle durch das das zuständige Architekturbüro vorgestellt. Auch Vertreter der Bezirksregierung waren anwesend. So gibt es inzwischen elf ausgearbeitete Leitprojekte für das obere Volmetal, die möglicherweise aus dem 200-Millionen-Euro-Regionale-Topf des Landes gefördert werden. Für Schalksmühle, Meinerzhagen, Kierspe und Halver ist unter anderem das Projekt Volmetalbahn vorgestellt worden. Hier wird vom Architekturbüro vorgeschlagen, der Schalksmühler Bahnhof solle eine zentrale Rolle spielen. Denkbar wäre die Anbindung des Wohngebietes oberhalb des Bahnhofes an den Ortskern. Es wird eine Brücke vorgeschlagen, die auf dem Rathausplatz endet. Der Schnurrenplatz soll mit einer Bebauung eingebunden werden und der Bahnhof durch entsprechende Ausstattung für Fahrradfahrer zu einem Start- und Zielpunkt werden. Dieser Entwurf allein würde bei einer Realisierung 2,5 Millionen Euro kosten. Davon wird die Gemeinde einen nicht unerheblichen Eigenanteil zahlen müssen. Über die genaue Höhe konnten selbst die Vertreter der Bezirksregierung Arnsberg keine genauen Angaben machen. Durch dieses Projekt allein würde es eine eklatante Umgestaltung des Ortskerns von Schalksmühle geben.

Auch die Schalksmühler Bürger waren waren zur Ratssitzung eingeladen. Nur war kaum ein „Normalbürger“ aus Schalksmühle zu sehen. Kaum jemand kennt die Projekte und die voraussichtlichen Schalksmühler Kosten, selbst so mancher Politiker nicht.

Auch Schalksmühle muss Kosten tragen

Es wird also höchste Zeit, die Bürger ausführlich zu informieren und mit einzubeziehen. Hier sind nicht nur die Schalksmühler im Ortskern gefragt, sondern auch die aus allen kleinen Ortsteilen. Alle müssen sich mit einbezogen fühlen.“ Nur dann habe das Projekt Aussicht auf Erfolg.

„Denn wir Schalksmühler müssen letztendlich einen Teil der Kosten tragen. Und wir müssen prüfen, ob diese Projekte tatsächlich geeignet sind mehr Facharbeiter, Ingenieure, Ärzte, usw.. in unsere Gemeinde „locken“ um die dramatische demografische Entwicklung stoppen können.“

Haböck warnt vor Entwicklungen wie in Altena, wo ein Teil der Bürgerschaft das 5,7 Millionen-Euro-Projekt „Aufzug zur Burg“ skeptisch bewerte.

„Wenn wir die Bürger nicht mitnehmen, könnte das Projekt scheitern“, heißt es in seinem Brief. Visionen seien gut, aber die Gemeinde müsse sie auch finanzieren können. „Dies ist bei den „dicken Brocken“, die wir noch vor uns haben, wie z.B die Kosten für die Hangsicherung am Feuerwehrgerätehaus in Millionenhöhe, die Erhöhung der differenzierten Kreisumlage sowie die Erhöhung der Kosten für Harz IV-Empfänger bei aller Euphorie bezüglich der Regionale-Projekte sehr zu beachten“, heißt es zum Schluss.

 
 

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