„Wir sind so nah dran wie noch nie“

Grachtenviertel
Grachtenviertel
Foto: WR

Bergkamen. Die Stadt Bergkamen ist nur noch einen Schritt entfernt von der Realisierung ihres größten Traumes: der Wasserstadt Aden. Gestern war das 38 Mio. Euro teure Prestigeobjekt Thema bei einem Termin im Städtebauministerium. Und die überarbeiteten Pläne, die die Stadt Bergkamen, ihr Partner RAG Montan Immobilien und die Gutachter präsentierten, kamen gut an. „Wir haben noch keinen Bewilligungsbescheid, aber ich habe ein gutes Gefühl. Wir sind so nah dran wie noch nie“, sagte der Technische Beigeordnete Dr. Hans-Joachim-Peters nach dem Termin.

„Wir dürfen nicht zu euphorisch sein. Aber ich bin jetzt noch optimistischer, dass die Wasserstadt kommen wird“, sagte Bürgermeister Roland Schäfer. Und er ergänzte: „Uns wurde signalisiert, dass unsere Pläne hochinteressant sind. Wenn es gut läuft, erhalten wir noch im Herbst den Bewilligungsbescheid. Das ist im Bereich des Möglichen. Und es ist nicht unrealistisch, dass dann noch in diesem Jahr mit den Erdarbeiten begonnen werden kann.“

Einen Großteil der Finanzierung trüge dann das Land (co-finanziert vom Bund); die Stadt müsste sich über mehrere Jahre mit maximal 5 Mio. Euro beteiligen — eine Ausgabe, die von der Aufsichtsbehörde bereits für diesen Zweck genehmigt wurde.

Wie berichtet, soll mit der Wasserstadt einer weiteren Bergbau-Brachfläche attraktives Leben eingehaucht werden. Rund um den Förderturm Haus Aden 2 soll auf 55 Hektar u.a. Wohnen am und auf dem Wasser angeboten werden. Damit ist nicht nur der Datteln-Hamm-Kanal gemeint, sondern auch eine neue Gracht und ein neun Hektar großer See.

Für diesen neuen See bekamen die Vertreter aus Bergkamen gestern Hausaufgaben auf: „Wir müssen noch nachweisen, dass der See öffentlich zugänglich sein wird“, sagte Schäfer. Dieser Nachweis, könne – ebenso wie weitere angeforderte Unterlagen – problemlos bis Ende Juli mit dem Förderantrag nach Düsseldorf geschickt werden. Das gelte auch für noch abzuschließende Verträge mit der RAG Montan Immobilien (Grunderwerb, Erdarbeiten).

Natürlich gebe es dann immer noch genügend zu tun, sagte der Bürgermeister – von der Einholung einer wasserrechtlichen Erlaubnis bis zur Beendigung des Bebauungsplan-Verfahrens.

Bereits bis jetzt wurde viel Arbeit und Geld in die Wasserstadt gesteckt. Gut zwei Mio. Euro (davon 1/10 städtische Mittel) wurden u.a. für Gutachten und Pläne ausgegeben. Diese Pläne waren zuletzt abgespeckt und die Kosten um 9 Mio. Euro gedrückt worden. Und genau mit dieser Kostenminimierung konnte Bergkamen jetzt punkten.

 
 

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