Wildschweine auf dem Vormarsch

Foto: WR/Franz Luthe

Unna. Die Wildschweine sind auf dem Vormarsch. 21 Tiere erlegten die Jäger des Hegerings Unna im vergangenen Jahr. das teilte Heinrich Wisselmann, Vorsitzender des Hegerings (Unna und Holzwickede) seinen Jagdkollegen bei der Jahresversammlung jetzt mit. „So viele wie noch nie“, berichtete Wisselmann.

Verirrten sich im Herbst mal vereinzelte Rotten in den Raum Unna, so seien die Tiere vermehrt jetzt auch im Frühjahr hier anzutreffen. Vor allem im Raum Hemmerde, Siddinghausen und Hengsen fühlten sich die Tiere wohl. „Die bringen hier sogar jetzt schon Junge zur Welt“, so Heinrich Wisselmann.

Nordlünerner Straße Todesmeile für Rehe

Irgendwie scheint es den Tieren auch im Frühsommer in unserer Region zu gefallen. „Früher haben wir sie meist im Herbst angetroffen, wenn der Mais noch stand oder die Felder gerade abgeerntet waren“, sagt der Mühlhausener Landwirt. Es gibt Wildexperten, die vermuten, dass der Populationsdruck in den angestammten Wildschwein-Revieren im Sauerland so hoch sei, dass die Schwarzkittel eben in unsere Region ausweichen müssten. Die schlauen Tiere seien schwierig zu bejagen.

Sorgen bereitet den Jägern die nach wie vor hohe Zahl an Wildunfällen. 157 tote Rehe zählten die Jäger im vergangenen Jahr. Allerdings: Nur die Hälfte von ihnen starben durch den gezielten Schuss eines Jägers. Der Rest verendete auf der Straße. Die Todesmeile in Unna sei die Nordlünerner Straße, berichtet der Hegeringsvorsitzende. „Dort grenzt der Wald direkt an die Straße.“ Die Jäger in Lünern täten einiges, um die Tiere von der Straße fernzuhalten, leider ohne durchschlagenden Erfolg, sagt Wisselmann. Seien es reflektierende Bänder oder Geruchsstoffe, die Weidmänner hätten es nicht geschafft die Zahl der Unfälle nennenswert zu drücken.

 
 

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