„Weg von der reinen Sparpolitik“

Foto: Iris Kopitzki

Lünen. Carl Schulz-Gahmen wurde bei der Jahreshauptversammlung der Orstunion Lünen-Mitte am Samstag in seinem Amt als erster Vorsitzender bestätigt.

Auch seine Stellvertreter Daniel Pöter, Ursula Engelke und Helmut Weßling wurden im Lüner Brunnen wiedergewählt – Angelika Langer-Kriener ist neue Schriftführerin, Friedhelm Menecken stellvertretender Schriftführer. Zudem wurden zwölf Beisitzer ernannt.

Rege diskutierten die Mitglieder bei der Versammlung über die Lage ihrer Partei: „Wir müssen weg von der reinen Sparpolitik“, sagte Schulz-Gahmen. Zudem sei der Haushalt für dieses Jahr beschlossen und damit erst einmal vom Tisch. „Wir wollen wieder mehr den Menschen in Vordergrund stellen.“ Das habe die Partei lange vernachlässigt. Der Mensch bestehe schließlich nicht nur aus Arbeit, sondern auch aus Familie und Freizeit.

Zudem wolle man sich nicht länger vorwerfen lassen, die Partei wäre in erster Linie für die Industrie da. „Sicherlich, ohne Moos nichts los“, sagte Schulz-Gahmen – trotzdem müsse man wieder zurück zu einer Kernaufgabe der christlichen Union, zur Förderung des sozialen Miteinanders im Sinne von Adolf Kolping und Ludwig Erhard. „Vielleicht sollten wir mal besser zuhören“, gab er sich selbstkritisch. „Es nützt ja nichts, wenn man alles immer nur schön redet.“ Mehr Ehrlichkeit sei gefordert.

Deutlich sprach sich die Ortsunion dafür aus, dass die anderen Bäder erst nach Eröffnung des neuen Lippebades, geschlossen werden. Zudem wolle man sich dafür stark machen, dass der Bedarf an Kindergartenplätzen – vor allem in Lünen Mitte – endlich gedeckt wird. Der Mangel an Plätzen sei bei den über Dreijährigen offensichtlich, jetzt komme auch noch der Anspruch hinzu, dass Gruppen für Unter-Dreijährige bereitgestellt werden müssten. Auch hier sei der Bedarf höher als das Angebot.

Im Fokus haben die Christdemokraten weiterhin den Ortsteil Gahmen. „So sind wir sehr daran interessiert, dass die Hirtensiedlung aufgewertet wird“, sagte Carl Schulz-Gahmen. Entsprechend wolle man das Projekt „soziale Stadt Gahmen“ auch weiterhin fördern.

 
 

EURE FAVORITEN