Was man gegen Verdauungsprobleme tun kann

Carolin Voss

Essen. Blähungen, Übelkeit, Verstopfung und Durchfall: Heute leiden immer mehr Menschen an Verdauungsproblemen. Doch damit muss sich niemand abfinden, denn man kann einiges dagegen tun.

Einer Forsa-Umfrage zufolge leiden etwa 14 Prozent der Deutschen an Verdauungs- und Magenbeschwerden, das sind genauso viele wie an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Immer häufiger sind sie Grund für einen Krankenschein und das öfter als Infektionen oder Kreislaufprobleme, wie die Krankenkasse DAK in einer Studie herausfand.

Wie funktioniert die Verdauung?

Die Verdauung beginnt im Mund beim Zerkauen. Das abgebissene Stück Brot wird von Zähnen und Speichel zu Brei verarbeitet. Die Enzyme zerlegen den Brotbrei in seine einzelnen Bestandteile Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate. Diese wandern dann in den Blutkreislauf und werden zu den einzelnen Organen transportiert.

Über die Speiseröhre rutscht der Brotbrei nun in den Magen. Hier werden Krankheitserreger mit Salzsäure abgetötet und der Brei wird weiter durchgeknetet. Kleine Mengen gelangen dann in den Dünndarm wo Laugen, die die Magensäure neutralisieren, und Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse und der Leber zufließen. Der Brei wird weiter aufspalten.

Alles, was der Dünndarm nicht verwerten kann, wandert in den Dickdarm. Die bis dahin intakt gebliebenen Ballaststoffe werden jetzt von Bakterien zersetzt. Dem Brei werden außerdem Wasser und Mineralien entzogen, danach wird er in den Mastdarm geschoben. Ist dieser gefüllt, bekommt das Gehirn das Signal: Stuhlgang.

Eine gesunde Ernährung ist wichtig für die Verdauung

Deshalb sollte man:

  • fünf mal am Tag Obst und Gemüse essen
  • täglich 25 Gramm Ballaststoffe essen
  • milchsaure Produkte, wie Kefir und Sauerkraut essen, denn sie unterstützen die Darmflora
  • fettes Essen meiden, denn das wird sehr langsam verdaut
  • Alkohol nur in kleinen Mengen trinken, denn er schädigt die Darmzellen

Was außer der Ernährung der Verdauung auf die Sprünge hilft

Wer im Büro arbeitet und viel sitzt, legt damit auch die Verdauung lahm. Eine Folge kann Verstopfung sein, deshalb ist Sport wichtig. Das heißt nicht, dass man kilometerlang joggen muss. Auch Spaziergänge unterstützen die Darmtätigkeit.

Genauso schädlich wie langes Sitzen ist viel Stress, denn dieser kann sich auch auf die Verdauung auswirken. Das merkt man beispielsweise bei Prüfungen, bei denen man öfter zur Toilette muss.

Außerdem sind die Vorsorgeuntersuchungen auf Darmkrebs wichtig, denn um so früher eine Erkrankung festgestellt wird, desto besser kann sie behandelt werden.