Warum OB Sauerland durchhalten will

DerWesten
Der Duisburger OB Sauerland gibt sich in einem Interview optimistisch. Die Stimmung gegen ihn habe sich nach der Loveparade-Katastrophe beruhigt, beteuert er. Die Kraft fürs Weitermachen ziehe er aus dem Glauben, dass er alle Regeln erfüllt habe.

Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) glaubt, dass sich die Stimmung gegen ihn nach der Loveparade-Katastrophe beruhigt hat. „Es gibt immer noch Unmutsäußerungen, ich will’s nicht beschreien, aber es ist, in Anführungszeichen, normaler geworden“, sagte er „Bild“ in einem Interview.

Er räumte persönliche Fehler im Krisenmanagement ein. Die Kraft fürs Weitermachen ziehe er aus dem Glauben, „dass das, was wir zu verantworten hatten, verantwortbar war, und die Regeln, die wir zu erfüllen hatten, von uns erfüllt wurden.“ Daher stelle er sich auch vor seine Mitarbeiter. „Wir halten dieses gemeinsam aus und gemeinsam durch. Deshalb halte auch ich das durch.“

Gleichwohl rechnet Sauerland mit einem Abwahlverfahren. Wie mehrfach berichtet, will eine Initiative die nötigen 55 000 Unterschriften sammeln, damit das Verfahren eingeleitet werden kann. Stimmen dann mindestens 92 000 Duisburger, ein Viertel der Wahlberechtigten, für Sauerlands Aus, müsste er gehen. Dem Verfahren stelle er sich, sagte er. So, als könne er sich das aussuchen. . . (fp)