Vorsicht bei Mayonnaise und rohem Fisch!

Bei einer Lebensmittelvergiftung hilft meist nur eins: Abwarten und viel Tee trinken!
Bei einer Lebensmittelvergiftung hilft meist nur eins: Abwarten und viel Tee trinken!
Foto: Getty Images
Sushi-Buffet und plötzlich Bauchweh: Wie sich eine Lebensmittelvergiftung vermeiden lässt, haben Zeus-Reporterinnen beim Gesundheitsamt erfahren.

Fieber, starke Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall: Die Liste der Beschwerden bei einer Lebensmittelvergiftung ist lang. Doch wie bekommt man eigentlich so eine Lebensmittelvergiftung und wie lässt sie sich vermeiden? Die Zeus-Reporterinnen Merve Erginbas und Medina Kaplani sind diesen Fragen auf den Grund gegangen. Eleonore Ebermann vom Gesundheitsamt Wesel stand ihnen dafür Rede und Antwort.

Bakterien, Viren und Giftstoffe, aber auch nicht artgerechte Tierhaltung können für eine Lebensmittelvergiftung verantwortlich sein. Am häufigsten tritt sie nach dem Verzehr von verdorbenen Milch- und Eierprodukten, Fleisch oder mayonnaisehaltigen Salaten in Erscheinung. Schwere Fälle sind selten, aber durchaus gefährlich. Denn wenn massenhaft Erreger mit den Lebensmitteln in Kontakt geraten sind, kann es durchaus zu heftigen Durchfällen und Erbrechen kommen. Der hohe Flüssigkeits- und Elektrolytverlust ist besonders bei Kindern und alten und kranken Menschen bedenklich – mitunter sogar lebensgefährlich.

Beschwerden klingen meist von alleine ab

Eine Lebensmittelvergiftung dauert durchschnittlich drei bis vier Tage. In dieser Zeit hat der Betroffene vor allem mit Fieber, starken Bauschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Kreislaufbeschwerden zu kämpfen. „Zusätzlich kann aber auch eine Leberentzündung verbunden mit der Gelbfärbung der Haut und der Augäpfel auftreten“, erklärt Dr. Eleonore Ebermann vom Gesundheitsamt Wesel.

Die Beschwerden klingen in den meisten Fällen von alleine ab, nur in besonders schweren Fällen kommen auch mal Antibiotika in Einsatz, um die Bakterien vollständig abzutöten. Bei einer Lebensmittelvergiftung können verschiedene Bakterien beteiligt sein, wie zum Beispiel Botulismus, Campylobacter, E.coli, Listeriose, Salmonellen oder Staphylokokken.

Wichtige Tipps vom Experten

Damit man aber von vornherein von einer Lebensmittelvergiftung verschont bleibt, sollte man vor allem darauf achten, dass „gefährdete“ Lebensmittel wie Eier, Milch und Fleisch gut gekühlt werden. Eleonore Ebermann hat zum Abschluss noch ein paar wichtige Tipps parat: „Unbedingt das Mindesthaltbarkeitsdatum beachten! Gerade Fisch und Fleisch sollten nach dem Ablaufdatum nicht mehr verzehrt werden. Und auch bei Pilzen ist Vorsicht geboten. Am besten nur die Pilze essen, die man auch kennt.“

Merve Erginbas und Medina Kaplani, Klasse 8c, Konrad-Duden-Realschule Wesel

 
 

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