Vollsperrung bis 22. Oktober jetzt amtlich

Die Sperrung an der Baustelle Klagebach bleibt noch zehn Wochen.
Die Sperrung an der Baustelle Klagebach bleibt noch zehn Wochen.
Foto: Jan Lassen

Schalksmühle..  Das Hin und Her um die Aufhebung der Klagebach-Vollsperrung ist beendet. Der Termin für die Freigabe ist seit gestern amtlich. Ab 22. Oktober dürfen Busse und der Individualverkehr über die dann erneuerte Straße rollen. Nach den jüngsten unsicheren Auskünften werden viele Schalksmühler aufatmen – auch wenn sie noch gut zehn Wochen Umwege in Kauf nehmen müssen.

Endgültige Klarheit brachte am Freitag ein Treffen der Auftraggeber. Bürgermeister Jörg Schönenberg hatte sie an einen Tisch geholt. Zu den Projektträgern zahlen die Enervie, die für die Erneuerung der Gas-, Wasser- und Stromleitungen verantwortlich ist, der Märkische Kreis, in dessen Auftrag die Erneuerung der Fahrbahndecke erfolgt, und die Gemeinde selbst. In ihrem Auftrag werden Kanäle erneuert. Dazu kamen Vertreter des mit der Projektsteuerung für alle drei Gewerke beauftragten Ingenieurbüros Frisch (IF) aus Siegen. Alle legten ihre Karten auf den Tisch. Das Ergebnis fasst die Gemeinde in einer Mitteilung zusammen, in der der Baufortschritt und die Gründe für die Verzögerungen dargestellt werden.

Zunächst lief’s besser als erwartet

Ausgehend von der ursprünglichen Bauzeitplanung lag die Fertigstellung der Baustelle bei Ende August. Zunächst lief es besser als erwartet. Die Baufirma Heckmann konnte zusammen mit der Enervie die Versorgungsleitungen deutlich schneller in die Erde bringen als geplant. Deshalb wurde mit dem Kanalbau früher begonnen. Die Bauleistungen konnten parallel ausgeführt werden. In der noch laufenden Vollsperrungsphase ließ sich der Kanalbau in offener Bauweise deutlich schneller herstellen als unter halbseitiger Verkehrsführung.

Leider ergaben sich dann unerwartete Schwierigkeiten. Eine etwa 35 Meter lange alte Stützmauer musste unter den Versorgungsleitungen zusätzlich entfernt werden, um die neuen Kabelschutzrohre in der richtigen Tiefe wieder einbauen zu können. Auch im Bereich des Umspannwerkes wurden Hindernisse im Boden gefunden. 20 Zentimeter unter der Straßenoberfläche liegende Telekomleitungen, die wesentlich tiefer verlegt sein müssten, wurden mehrfach von Baumaschinen beschädigt, so dass diese ausgebessert werden mussten. Felsvorkommen im oberen Bereich der Kanalbautrasse, teils unmittelbar unter dem Asphalt, konnten nur in einem aufwendigen Verfahren abgefräst werden.

Felsvorkommen nicht erfasst

Unglücklicherweise wurden diese im Rahmen der Bohrungen des vorab durchgeführten geologischen Gutachtens nicht erfasst.

Am vergangenen Freitag wurde die Kreuzung der Klagebachverrohrung mit dem Abwasserkanal in Angriff genommen. Der Bau des Kanalsammlers wird anschließend in Höhe der Schulstraße abgeschlossen. Die Arbeiten am Hauptsammler sind insgesamt bis auf einige Hausanschlüsse abgeschlossen. Nach der Klagebachquerung können die Enervie-Leitungen in einem Zuge bis zur Waldesruh in die vorverlegten Leerrohre eingezogen und in Betrieb genommen werden. Ein Wasseranschluss für das Umspannwerk ist aber noch erforderlich.

Für die Telekom sollten zunächst keine neuen Leitungen verlegt werden. Erst später wurde der Firma Heckmann der zusätzliche Auftrag der Telekom für die Erneuerung der Hauptleitungen inklusive der Hausanschlussleitungen erteilt. Da diese Leistungen im ursprünglichen Bauzeitenplan nicht enthalten waren, musste dieser um weitere vier Wochen verlängert werden.

Vor dem Straßenausbau werden noch die Gehwege und Bordanlagen wieder hergestellt, die im Zuge der Erneuerung der Versorgungsleitungen aufgenommen wurden.

Mit den vorbereitenden Arbeiten für den Straßenbau wurde im oberen Bauabschnitt bereits begonnen. Die alte Straße wird 70 Zentimeter tief ausgekoffert, um den neuen Straßenoberbau herzustellen. Auch hier erschweren die Felsvorkommen ein zügiges Arbeiten. In Teilbereichen ist hierfür auch eine Vollsperrung der Straße erforderlich.

In der Summe haben die unvorhersehbaren Faktoren dazu geführt, dass die Fertigstellung länger dauert. Aufgrund der bereits fortgeschrittenen Jahreszeit ist eine Ausführung unter Vollsperrungsbedingungen nicht mehr zu vermeiden.

 
 

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