Voller Erfolg für neues Festival

Viele Menschen lockte das 1. Schwerter Integrative Musikfestival an
Viele Menschen lockte das 1. Schwerter Integrative Musikfestival an
Foto: Manuela Schwerte/press

Schwerte.. „Lemon tree“, „Lilie Marleen“, „Freiheit“, „Let it be“: Es gab keinen Lieblingssong, den das Hamburger Duo der besonderen Art, „The Living Music-Box“, nicht spielte. Auf Publikums-Zuruf, quasi wie bei der Music-Box: Geldeinwurf, Tasten drücken und die gewünschte Musik erklingt, gaben die blinden Musiker Carsten Schnathorst (Keyboards, Gesang) und Torsten Graf (Clarinette, Akkordeon, Gesang, Percussion) die Lieder zum Besten. Natürlich ohne Geldeinwurf. Es war beeindruckend – und das Publikum war schier aus dem Häuschen.

„The Living Music-Box“ war eine von drei Bands auf dem 1. Schwerter integrativen Musikfestival, dem „inSound“, am Donnerstagabend in der Rohrmeisterei. Auf die Beine gestellt hat dieses Projekt das Schwerter Bündnis für Familie unter der Schirmherrschaft von Landrat Michael Makiolla. Ideengeber war Thorsten Eisenmenger, Sprecher vom Arbeitskreis „behindert – engagiert – integriert“. Möglich wurde die Durchführung durch viele Sponsoren wie alle Sparkassen des Kreises Unna, der VKU und der Rohrmeisterei. Und es war ein voller Erfolg. An die 400 Menschen, mit und ohne Handicap feierten eine tolle Party.

Musik verbindet. Integration war angesagt. Aus der gesamten Region rollten Busse, gefüllt mit Behinderten und ihren Betreuern, an. Die Freude stand allen ins Gesicht geschrieben. Jung und Alt, Familien und Singles, Nichtbehinderte und Behinderte, darunter einige, die in ihrer Mobilität vollends eingeschränkt waren, hatten gemeinsam riesigen Spaß. Mit ungeheurer Wendigkeit tanzten einige Rolli-Fahrer taktvoll zur Musik. Es wurde gemeinsam mitgesungen, miteinander getanzt und auch neue Kontakte geknüpft.

Mit leiseren Tönen eröffnete Stefan Bauer und Band den Abend. Zu den Liedern, in denen Bauer Geschichten über das Leben erzählt, tauchten gezündete Feuerzeuge die Halle in ein romantisches Licht. Begeisterung rief auch die Schwerter Band Krass hervor, die als dritte Gruppe für den passenden Takt sorgte.

Alle Beteiligten zeigten sich fasziniert von der Resonanz, der tollen Stimmung und dem Miteinander. Ein solch grandioser Erfolg, darin waren sich die Akteure zudem einig, ruft förmlich nach einer Neuauflage.

 
 

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