U3-Ausbau – Förderung auch 2013

Die U 3 Betreuung soll weiter gefördert werden
Die U 3 Betreuung soll weiter gefördert werden
Foto: WR

Werdohl.. Am Dienstagabend empfahl der Jugendhilfeausschuss dem Rat, die ehemalige rote Schule umzubauen und als zentrale Kindertagesstätte in der Innenstadt zu nutzen. Dort sollen auch 20 U3-Betreuungsplätze entstehen, deren Ausbau in Werdohl wohl erst ab 2013 Fahrt aufnimmt.

Bangen um Mittel
der Landesregierung

Unklar blieb vielen Teilnehmern des Ausschusses aber, in welcher Größenordnung der Ausbau dann noch von der Landesregierung gefördert wird. „Das Land reduziert regelmäßig die Zuschüsse“, beklagte Bodo Schmidt von der Abteilung Soziales und Wohnen. Zumal die Mittel, die der Stadt bislang zur Verfügung gestellt wurden, größtenteils nach Düsseldorf zurückfließen müssen – allein in diesem Jahr rund 250 000 Euro – da mit dem U3-Ausbau derzeit nur an wenigen Stellen begonnen werden kann.

Es fehlt an neuen Räumlichkeiten; in den bestehenden Einrichtungen können keine Plätze für Kinder über drei Jahren abgebaut werden. Auch sie haben, ebenso wie die unter Dreijährigen ab August 2013, einen Rechtsanspruch, den es zu erfüllen gilt. Der „Betreuungsdruck“ für die Älteren lasse erst 2013 nach.

„Wir haben die Zuschüsse zu einem Zeitpunkt bekommen, an dem wir sie nicht gebrauchen konnten“, sagte Bürgermeister Siegfried Griebsch im Ausschuss. Man hegt in der Verwaltung aber die Hoffnung, zurückgeflossene Fördergelder später erneut zu bekommen. „Ich hoffe, das Land wird uns nicht im Regen stehen lassen“, so Bodo Schmidt.

Wie das Familienministerium auf WR-Nachfrage mitteilte, darf sich Werdohl tatsächlich berechtigte Hoffnungen machen, auch 2013 noch mit den notwendigen Mitteln ausgestattet zu werden. „Zunächst werden alle Kommunen gleich behandelt“, sagte Sprecher Andreas Kersting, die Verteilung erfolge nicht nach dem Windhundprinzip. Über die Höhe der Mittel, die 2013 im Einzelnen ausgeschüttet werden, entscheide der noch bestehende Bedarf, der Ausbaustand sowie die Höhe der bereits erhaltenen Mittel, so Kersting weiter.

Da Werdohl den Großteil des Ausbaus für 2013 plant, stehen die Chancen auf weitere Fördergelder also gut.

Für 2012 stelle das Land 100 Millionen Euro an neuen Geldern zur Verfügung, 50 weitere Millionen folgen in 2013. Werdohl erhält im kommenden Jahr mindestens 60 000 Euro an Fördermitteln, sagte Bodo Schmidt. Im Gespräch sei zudem ein „Nachschlag“ von weiteren 40 000 Euro.

 

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