Tarzans zwei Welten begeisterten

Die Initiative Down-Syndrom hatte ein Tarzan-Musical mit ihren Kindern einstudiert und im Studiotheater aufgeführt.
Die Initiative Down-Syndrom hatte ein Tarzan-Musical mit ihren Kindern einstudiert und im Studiotheater aufgeführt.
Foto: Dietmar Wäsche

Bergkamen.. Seit 1913 begeistert die Romanfigur Tarzan von Edgar Rice Burroughs in zahlreichen Filmen. Als Musical umgesetzt von der Initiative Down Syndrom versetzte der leichtbekleidete Dschungelmann das Publikum im studio theater in Verzückung.

Die Tanz- und Theatergruppe „All inclusive“ der Initiative Down Syndrom brachte vor restlos ausverkauften Haus den Stoff um die Themen Anderssein, Mutterliebe, Erwachsenwerden, Liebe und Finden der eigenen Identität auf die Bühne. „Tarzan - zwei Welten“ lautet der Titel der Produktion, an der 30 Akteure, teilweise it Down-Syndrom beziehungsweise anderen Formen geistiger Behinderung, beteiligt waren.

Dabei handelte es sich am Samstag um eine doppelte Premiere: Mit dem neuen Stück stellten sich die Akteure im Alter von 6 bis 26 Jahren erstmals einer großen Aufführung. Unterstützt wurden und werden sie im Bereich Tanz durch Susanne Drobik, die auch Gruppen der Schreiberjugend trainiert. Seit zwei Jahren ist die Theaterpädagogin Corinna Mertens dabei.

Die zündende Idee für das Tarzan-Musical hatte Susanne Drobik. die Musik von Phil Collins spräche auch die Mehrzahl der Teilnehmer an und ließe sich tänzerisch hervorragend umsetzen. Die übrigen Betreuer der Theatergruppe zeigten sich zunächst skeptisch, wagten dann aber doch das Experiment.

Zunächst besuchte die Gruppe mit den Eltern Anfang dieses Jahres den Walt Disney-Film „Tarzan“ und war begeistert. Die Mädchen sahen sich als Jane auf der Bühne stehen. Die Jungen waren bereit, auch eher negativ besetzte Rollen zu übernehmen.

Corinna Mertens schrieb schließlich ein spannendes Stück, dass alle begeisterte, die jungen Schauspieler und Tänzer, aber auch dem Publikum, wie der lang anhaltende Applaus des Publikums im studio theater bewies.

Ein Wagnis also, welches sich mehr als gelohnt hat und zu einem großen Erfolg für alle wurde, für die Akteure genau so, wie die Betreuer.

 
 

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