Stiftungs-Chef enthüllt Gipfelkreuz

Dr. Friedrich Killing, Vorsitzender der Stiftung Haus Dahl, und Peter Neuhaus, stellvertretender Bezirksbürgermeister, enthüllen das Hagener Gipfelkreiz. Foto: Wolfgang Teipel
Dr. Friedrich Killing, Vorsitzender der Stiftung Haus Dahl, und Peter Neuhaus, stellvertretender Bezirksbürgermeister, enthüllen das Hagener Gipfelkreiz. Foto: Wolfgang Teipel
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Schalksmühle/Hagen..  Die Stiftung Haus Dahl hat mit einem Gipfelkreuz der Kohlen- und Eisenstraße über die Böllinger Kammlagen im Grenzgebiet zwischen der Gemeinde Schalksmühle und der Stadt Hagen ein Denkmal gesetzt. Gestern wurde es von Dr. Friedrich Killing, dem Vorsitzenden der Stiftung Haus Dahl, und Peter Neuhaus, dem stellvertretenden Bezirksbürgermeister von Hagen-Dahl, feierlich enthüllt.

„Wir wollen mit dem Hagener Gipfelkreuz an den historischen Fernhandelsweg durch unsere Heimat erinnern“, sagte gestern Karl-Friedrich Bühren. Er zählt mit Dr. Fritz Killing und dem Heimatforscher Heinz Böhm zu den Initiatoren des Projekts.

Alte Römer unterwegs

Schon die alten Römer nutzten Wege über die Kammlagen im Raum Lüdenscheid-Hagen. Davon zeugt eine römische Kupfermünze (AS des Tiberius, geprägt 23 nach Christus in Rom). Sie wurde auf dem Flurstück über der Ortschaft Bölling vor längerer Zeit ausgepflügt.

Die Landstraße erlebte ihre letzte Blütezeit nach dem Dreißigjährigen Krieg als „Kohle- und Eisenstraße“. Über sie kam vom Süden her das Roheisen aus dem Siegerländer Spateisenbezirk zur Verarbeitung in den Hammerwerken des bergisch-märkischen Industriegebietes. Vom Norden her brachten die Fuhrleute die Kohle aus dem Ruhrgebiet. Salz und Mehl lieferte der Hellweg, der über den Landstraßen-Abzweig Sürenhagen – Schloss Limburg – Lennebrücke günstig zu erreichen war.

„Die Hohlwege hatten sich bis zu sieben Meter tief ins Gelände eingegraben“, berichtete gestern Karl-Friedrich Bühren. Mit dem Bau der Autobahn 45 seien diese Zeitzeugen verschwunden.

Das „Dach von Hagen“

Neben dem Gipfelkreuz hat die Stiftung eine Informationstafel errichtet. Sie erläutert dem Betrachter den Blick über die Böllinger Heide, dem „Dach von Hagen“. Der Punkt liegt in 437 Meter Höhe. Vor dem Betrachter liegt die Dahlermark, das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Dahl. Mit rund 33 Quadratkilometern stellt es den größten und waldreichsten Hagener Bezirk dar.

Bei klarem Wetter reicht der Blick weiter über Dortmund und Unna. „Manchmal“, sagte Karl-Friedrich Bühren, „kann sogar die Kühltürme des Kraftwerkes in Hamm-Uentrop sehen.“

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