Stadtumbau-Büro Werdohl - „Privates Engagement wichtig“

Stadtumbaubüro besteht seit einem Jahr. Im Bild ein aktuelles innerstädtisches Projekt an der Freiheitstraße. Foto: Guido Raith
Stadtumbaubüro besteht seit einem Jahr. Im Bild ein aktuelles innerstädtisches Projekt an der Freiheitstraße. Foto: Guido Raith
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Seit einem Jahr gibt es das Stadtumbau-Büro. Zeit für eine Zwischenbilanz. Raumplanerin Anna Schwengers kündigt im WR-Interview mit Redaktionsleiter Matthias Alfringhaus ein gemeinsames Vorgehen gegen die vielen Leerstände in der Innenstadt an.

Werdohl.. Ein Jahr Stadtumbau-Büro: Wie sieht Ihre Zwischenbilanz aus?

Das Jahr war sehr kurzweilig. Es ist gut, dass sich hier viele Privatleute und Gruppen für die Stadt engagieren. Ich habe den Eindruck, dass hier alles ineinander greift.

Können Sie Beispiele nennen?

Der Bürgerstammtisch und der Arbeitskreis Tourismus haben zum Beispiel viele Ideen. Die Hingucker konnten wir so zum Teil finanzieren. Privates Engagement ist uns wichtig.

Was hat die Stadt, was hat das Büro alles auf den Weg gebracht?

Zu nennen ist hier sicher das Fassadenprogramm, das sich jetzt bereits deutlich im Stadtbild bemerkbar macht. Der zurzeit laufende Planungswettbewerb für den Brüninghaus-Platz und das Projekt Werdohl an die Lenne wird von uns begleitet und 2013 umgesetzt. Zusammen mit dem Stadtmarketing kümmern wir uns auch um die Leerstände. Seit Ihr Platz und Schlecker geschlossen haben, ist das Thema akut. Am 23. Oktober gibt es ein erstes Treffen der Eigentümer.

Was möchten die Menschen zum Stadtumbau wissen?

Der Bahnhof ist ein großes Thema. Es ist ja auch das Vorzeige-Projekt beim Stadtumbau. Nach dem Fassadenprogramm und dem Brüninghaus-Platz wird auch gefragt. Oft geht es aber auch um grundsätzliche Informationen zum Stadtumbau.

Gibt es bei den Bürgerbeteiligungen gute Anregungen für das künftige Stadtbild?

Ja, es gibt etliche gute Ideen zu verschiedenen Projekten beim Stadtumbau. Direkte Ansprache funktioniert dabei gut, Versammlungen weniger. Insgesamt ist das Interesse am Stadtumbau aber hoch.

Tut sich etwas in der Fußgängerpassage Brüninghaus-Platz/Freiheitstraße?

Das Thema möchten wir im kommenden Jahr noch einmal aufgreifen. Dabei wollen wir die Eigentümer besonders auf die noch nicht ausgeschöpften Mittel beim Fassadenprogramm hinweisen.

Die Stadt und ihre Bürger müssen sich bis 2021 mit dem Sparpaket arrangieren. Kann der Stadtumbau die Belastungen erträglicher machen?

Das sind nach meinem Verständnis zwei verschiedene Dinge. Ich kann verstehen, dass die Menschen die Sparmaßnahmen sehen, aber ich hoffe, dass sich der Stadtumbau positiv auswirkt. Der Stadtumbau könnte den Menschen Mut machen, sich weiter für ihre Stadt zu engagieren.

 
 

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