Sprinter Maurice Huke schöpft neue Kraft

Bochum (RS) - Einmal vor zig Tausend Zuschauern im Olympiastadion zu laufen, das ist der Traum vieler Sprinter. Auch der von Maurice Huke. In zwei Jahren soll er in Erfüllung gehen - bei der Europameisterschaft in Berlin. „Die Heim-EM ist mein großes Ziel“, sagt der 23-Jährige vom TV Wattenscheid 01. Als Zuschauer kennt er die Stimmung schon. „Ich war dort, als Usain Bolt bei der WM 2009 den Weltrekord über 100 Meter gelaufen ist“, schwärmt Huke. „Die Ruhe vor dem Start und die Lautstärke während des Rennens waren unglaublich.“

Um es selbst zur EM zu schaffen, dafür muss der gebürtige Wattenscheider aber noch hart arbeiten. Besonders das vergangene Jahr haben ihn daran zweifeln lassen. „Ich habe schon überlegt, ob mein Körper dafür noch geeignet ist“, erzählt der Schützling von Trainer André Ernst. Eine Schambeinentzündung und ein angehender Leistenbruch setzten ihn fast ein halbes Jahr lang außer Gefecht. Erst ein erfahrener Arzt des Deutschen Leichtathletikverbandes und eine anschließende Operation brachten Besserung. „Die Zeit war schon sehr schwer für mich“, sagt Huke nachdenklich.

Denn es waren ja nicht die ersten Nackenschläge für den angehenden Immobilienkaufmann, der schon einen Muskelbündelriss und eine langwierige Muskelverletzung hinter sich hatte. Doch selbst ein erneuter Muskelfaserriss kurz vor dem Wintertrainingslager 2015 konnte den ehemaligen Jugendfußballer der SG Wattenscheid 09 nicht bremsen.

Die lange Leidenszeit fand in diesem Jahr durch neue, individuelle Trainingsmethoden ein Ende. Höhepunkt der Saison waren für Maurice Huke der fünfte Platz bei der Deutschen Meisterschaft in Kassel über 200 Meter und der DM-Titel mit der 4x100-Meter-Staffel, mit Maxi Ruth, Robin Erewa und Sprintstar Julian Reus. Damit ist 2016 abgehakt, weitere Wettkämpfe hatte Huke abgesagt. „Ich konzentriere mich diesmal noch mehr auf die Vorbereitung für das nächste Jahr“, sagt der Sohn von TV-01-Manager Michael Huke, dafür ist er auch längst wieder im Training. Sein Schwerpunkt liegt vor alllem auf den 200 Metern, seine Bestzeit von 21,19 Sekunden will er im kommenden Jahr deutlich steigern und so vielleicht sogar in den Kader der Nationalmannschaft rennen. Ein Ziel, für das es sich lohnt, wieder alles aus sich herauszuholen.

 
 

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