Spielshow "Opdenhövels Countdown" ab April im Ersten

Nachdem er jahrelang bei ProSieben und ARD Moderator war, bekommt Matthias Opdenhövel endlich seinen eigene Spielshow. Ab dem 12. April start im Ersten um 20.15 Uhr die Spiel- und Quizsendung "Opdenhövels Countdown". Nebenbei moderiert der 41-Jährige die EM, Skispringen und die "Sportschau".

Essen. Matthias Opdenhövel gehört seit Sommer zu den Moderatoren der ARD-"Sportschau". Zuvor war er bei ProSieben im Einsatz, wo er unter anderem die Stefan-Raab-Show "Schlag den Raab" präsentierte. Zudem war er als Moderator in den Grand-Prix-Vorentscheidungsshows "Unser Star für Oslo" (2010) und "Unser Song für Deutschland" (2011) zu sehen, die ein Gemeinschaftsprojekt von ARD und ProSieben waren. Ab 12. April (20.15 Uhr) präsentiert der 41-Jährige im Ersten nun auch die Spiel- und Quizsendung "Opdenhövels Countdown".

Sie sind jetzt seit vergangenen Sommer bei der ARD. Wie geht's Ihnen da so?

Matthias Opdenhövel: Sehr gut, ich kann nicht klagen.

Also keine Umstellung zur Arbeit bei ProSieben?

Opdenhövel: Fernsehen macht man ja immer mit Menschen, und wenn die genauso leidenschaftlich dabei sind wie man selbst, dann freut man sich. Und die habe ich hier angetroffen. Ich kann da wirklich keine großen Unterschiede feststellen. Auch das beliebte Vorurteil der langen Entscheidungswege kann ich nicht bestätigen. Ich bin eher positiv überrascht worden.

Bisher waren Sie bei der ARD als Sportjournalist im Einsatz, am 12. April starten Sie die Spiel- und Quizshow "Opdenhövels Countdown" im Ersten. Kam die Idee für die Sendung von Ihnen?

Opdenhövel: Die Produktionsfirma, der WDR und ich haben im vergangenen halben Jahr sehr oft die Köpfe zusammengesteckt und gebrütet, was wir machen könnten. Nun schicken wir das Baby durch den Geburtskanal und hoffen, dass es allen gefällt.

Auch wenn in der Show mehrere Kandidaten mitmachen, hat die Sendung nicht ein bisschen was von "Schlag den Raab"?

Opdenhövel: Es sind Spiele und Aufgaben unterschiedlicher Natur drin - aber das gibt es ehrlich gesagt schon seit "Dalli, Dalli". Spielshows sind ja nie wirklich weg gewesen, sondern haben immer nur einen neuen Anstrich gekriegt. Und das Genre hat mir sowohl als Konsument als auch als Moderator immer sehr viel Spaß gemacht hat. Ich mag Sendungen, in denen es Überraschungen gibt und die Kandidaten unterschiedliche Aufgaben lösen müssen und nicht nur festgetackert hinter einem Pult stehen und Fragen beantworten müssen. So eine Art von Sendung ist das jetzt auch.

Wie viele Ausgaben sind zunächst geplant?

Opdenhövel: Wir machen drei vor der Sommerpause und zwei oder drei danach.

Sind Sie mit dem Sendeplatz donnerstags um 20.15 Uhr glücklich, oder hätten Sie lieber den Samstagabend gehabt?

Opdenhövel: Ich bin sehr happy mit dem Sendeplatz. Für mich war es nie entscheidend, wann etwas läuft, sondern vor allem was läuft. Das sind beides sehr begehrte Show-Sendeplätze. Und am 7. Juli mache ich dann mit "Brot und Spiele" auch eine Samstagabendshow.

Wird das eine einmalige Sendung?

Opdenhövel: Weil die Show recht spektakulär ist und auch länger als 90 Minuten dauert, wird es sie zunächst nur einmal im Jahr geben. Das ist eine Römer-Spielshow aus dem Amphitheater in Xanten mit Duellen auf historischer Basis und prominenten Kandidaten, die sich in Galeeren-Rudern oder Wagenrennen messen müssen.

Sind Sie dann mit diesen Unterhaltungsshows plus Sport ausgelastet oder werden Sie noch andere Sendungen machen?

Opdenhövel: Nee, das ist erst einmal genug: Ich mache dann in diesem Jahr sieben Unterhaltungsshows plus Fußball-Europameisterschaft und "Sportschau" und im Winter auch wieder Skispringen. Auch der Eurovision Song Contest ist dieses Jahr kein Thema.

Am Montag ist die Bieterfrist für die nächste Runde der Bundesliga-Medienrechte abgelaufen: Wie sicher sind Sie, dass es auch künftig die ARD-"Sportschau" geben wird?

Opdenhövel: Wirklich zweifeln tun wir nicht, weil wir auch das Feedback bekommen, dass sowohl die Vereine als auch die Deutsche Fußball Liga mit der "Sportschau" sehr zufrieden sind. Wir holen jedes Wochenende um die sechs Millionen Zuschauer, und da sind viele junge dabei. Diese Masse von Zuschauern alternativ im Internet zu kriegen, wäre schwierig, denn so gut ist die Bereitstellung der schnelle Netze auch noch nicht. Wir sind guten Mutes, dass wir bisher ein so gutes Produkt abgeliefert haben, dass man uns auch wieder den Zuschlag gibt. (dapd)

 
 

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