Spielen zwischen Bücherregalen

Die Stadtbücherei (Zelius) lädt am Freitag erstmals zum Spielenachmittag ein, Bücherei-Leiterin Sandra Horny (r.) hat einige Spielpaten gefunden, v.l.: Nicole Schöffers, Chiara Schöffers, Danny Koch und Sophie Köllner.
Die Stadtbücherei (Zelius) lädt am Freitag erstmals zum Spielenachmittag ein, Bücherei-Leiterin Sandra Horny (r.) hat einige Spielpaten gefunden, v.l.: Nicole Schöffers, Chiara Schöffers, Danny Koch und Sophie Köllner.
Foto: WR

Neuenrade. Erstmals findet am Freitag, 15. Juni, in der Stadtbücherei Neuenrade - Zelius - ein „Spielenachmittag„ statt, in der Zeit von 15 Uhr bis 17.30 Uhr sind alle Neuenrader Kinder im Alter zwischen vier und zwölf Jahren zu diesem Nachmittag eingeladen.

Das ist einer der vielen Neuerungen in der Bücherei (Zelius = Zentrum für Lesen, Integration und Sprache), die die neue Leiterin Sandra Horny Ende 2011 vorgestellt hatte. Und diesen Spielenachmittag, den wird Sandra Horny nicht allein gestalten, sie hat sich im Vorfeld sogenannte „Spielepaten“ gesucht - und gefunden.

Insgesamt vier ehrenamtliche Spielepaten haben sich gemeldet, die sich mit den vielen Spielen, die die Bücherei hat, schon vertraut gemacht haben, so Anleitungen für die Kinder geben können.

Beim Spielenachmittag sollen tatsächlich „Brettspiele“ im Mittelpunkt stehen, keine PC-Spiele, bei denen keinerlei Kommunikation stattfindet. Es soll ja auch noch Familien und Freundeskreise geben, wo gemeinsame Spieleabende mit vier, sechs oder acht Personen die Regel sind!

„Wir haben nicht nur die einfachen Spiele wie Halma, Monopoly, Scrabble oder Mensch ärgere Dich nicht, die jeder kennt, sondern viele Spiele, bei denen man erst einmal intensiv die Regeln bearbeiten muss. Und das machen wir zurzeit mit den Spielepaten, die Regeln durcharbeiten“, so Sondra Horny.

Apropos „bekannte Spiele“, der absolute „Renner“ ist und bleibt sicher ‘Mensch ärgere Dich nicht’, ein Spiel, das seit über 100 Jahren in Deutschland bekannt ist, mit vier oder auch sechs Personen gespielt werden kann. Im asiatischen Raum ist dieses Spiel noch viel länger bekannt, es geht auf ein altes indisches Spiel namens „Pachisi“ zurück. An orientalischen Höfen wurde es hin und wieder mit „Bediensteten als Figuren“ auf entsprechend großen Spielfeldern gespielt.

In seiner heutigen Form wurde es im Winter 1907/08 von Josef Friedrich Schmidt (Schmidt Spiele) in einer Werkstatt in München erfunden. Es erschien 1910 erstmals, ging ab 1914 in Serie - bei der Post gab es 2010 zum 100jährigen Jubiläum eine Sonderbriefmarke.

Mens, erger je niet

Übrigens, mit Blick auf die Fußball-EM mit der Partie der DFB-Auswahl gegen Holland: in den Niederlanden heißt dieses Brettspiel „Mens, erger je niet!“

Es ist aber durchaus möglich, dass beim Spielnachmittag am Freitag ganz andere Spiele bei den Kindern höher im Kurs stehen. In unregelmäßigen Abständen sollen diese Spielenachmittag demnächst angeboten werden, der nächste Termin steht schon fest, mitten in den Sommerferien, am 10. August.

 
 

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