SPD hat erstmals seit 100 Jahren weniger als 500.000 Mitglieder

Steinmeier beim Wahlkampf in Dortmund.
Steinmeier beim Wahlkampf in Dortmund.
Foto: WR RALF ROTTMANN
Die SPD leidet unter massivem Mitgliederschwund. Erstmals seit rund 100 Jahren ist die Partei unter die Marke von 500.000 Mitgliedern gerutscht. Fraktionschef Steinmeier will, dass auch Nichtmitglieder über den Kanzlerkandidaten der Partei bestimmen.

Berlin.. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat dafür geworben, die Abstimmung über den Kanzlerkandidaten seiner Partei auch für Nicht-Mitglieder zu öffnen. „Eine offenere, spannendere Kandidatenfindung bietet die Chance zu einer Re-Politisierung der Bürger“, sagte Steinmeier der „Welt am Sonntag“ laut Vorabbericht.

„Es ist gut und notwendig, dass die SPD ihre Strukturen modernisieren will“, sagte Steinmeier. Sowohl die Partei als auch die Mitgliederstruktur hätten sich verändert. Es sei vernünftig, dass SPD-Chef Sigmar Gabriel schlankere Strukturen und mehr Beteiligung anstrebe, fuhr Steinmeier fort. Die SPD werde interessanter, wenn sie Nicht-Mitglieder mitreden und mitentscheiden ließe. Sie müsse darüber nachdenken, wie sie einer „gewissen Ermüdung in der Wählerschaft“ und einer wachsenden Wahlenthaltung entgegenwirken könne.

Die SPD ist zum ersten Mal seit gut 100 Jahren unter die Zahl von 500.000 Mitgliedern gerutscht. Das hatte Parteichef Gabriel unlängst mitgeteilt. (rts)

 
 

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