Spaß an Musik-Improvisation

Foto: Manuela Schwerte/press

Villigst.. Fünf junge Musiker, darunter das Touma Trio, entführten am Sonntag, beim vorletzten Sommerkonzert im Ev. Studienwerk Haus Villigst mit grenzüberschreitender Musik verschiedener Klangquellen in eine facettenreiche Musikwelt.

Mit „Shalom aleichem“, dem hebräischen Friedensgruß, eröffneten Antje Hoffmann, Klarinette, Samuel Seifert, Geige und Tilmann Löser, Klavier einen wunderbaren Konzertabend. „Uns allen verbindet die Freude am Musizieren und Improvisieren“, erzählte Antje Hoffmann, Mitglied im Touma Trio. Und das sie große Freude am Musizieren haben, das konnten die Künstler dem geneigten Publikum vermitteln.

„Persisch-arabische Musik im neuen Gewand“ war das Programm des Touma Trios, überschrieben. Klarinettistin Antje Hoffmann, Amir Kalhar an der Langhalslaute, der Tar, und Sebastian Flaig an unterschiedlichen Percussion-Instrumenten wie der Darbukka verbanden in ihrer Musik verschiedene Klangquellen und traditionelle Klangfarben. Das Trio verzauberte mit der Klarheit, wie sie ihre Musik spielten und dem reichen Klangspektrum ihrer Instrumente.

Mit dem im arabischen und türkischen Raum sehr populären melancholischen Stück, das übersetzt „Die gelbe Braut“ heißt, erzählte das Trio von einer Liebesgeschichte, die nicht zustande kam. Der klare Ton der Klarinette wurde von der persischen Tar umwoben, von den pulsierenden Klängen der Percussion unterstützt und die Melancholie des Liedes wurde raumgreifend. „Es ist wie ein Abenteuer, sich auf diese Klänge einzulassen“, so Hoffmann zum dann folgenden iranischen Lied, das sich mit dem Lieblingsthema des Trios, dem Reisen beschäftigte. Mal expressiv, mal poetisch entfalteten die Drei spielfreudig und lebendig das iranische Liedgut. Mit ganz viel herzlichem Applaus wurden die Künstler in die Pause entlassen.

Mit „Lasst uns glücklich sein“, so die Übersetzung des hebräischen Volksliedes „Hava Nagila“ zogen die Musiker in den Konzertsaal zum zweiten Programmteil, der sich mit Improvisationen nach jiddischen Motiven beschäftigte ein. Sie erzählten mit ihren Instrumenten Geschichten – einfache und komplizierte, lustige und zu Herzen gehende. Mit anhaltendem Applaus bedankte sich das Publikum bei den faszinierenden Musikern.

 
 

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