Sorge im Bräucken um Planungsschaden

Der Bräucken aus der Luft. Foto: Guido Raith
Der Bräucken aus der Luft. Foto: Guido Raith
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Lüdenscheid.. Mit zwei einstimmigen Beschlüssen hat am Mittwoch der Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt grünes Licht für die Errichtung eines neuen „Nahversorgungszentrums Bräucken“ signalisiert.

Zum einen geht es um den Aufstellungs- und Einleitungsbeschluss zur Änderung des Bebauungs- und Flächennutzungsplans Bräuckenstraße, zum anderen um den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan „Bromberger Straße/Honseler Bruch“.

3300 Quadratmeter
Verkaufsfläche

„Wir wollen einen zukunftsorientierten Standort“, um­reißt Martin Bärwolf, Leiter des Planungsamts, das Ziel, auf der Brachfläche zwischen Bromberger Straße und Bräuckenstraße gegenüber der Einmündung der Nottebohmstraße einen Einzelhandelsstandort mit einem großflächigen Vollversorger, Lebensmitteldiscounter, Drogerie- und Getränkemarkt sowie einem Backshop möglich zu machen. 3300 Quadratmeter Verkaufsfläche sind dort angepeilt.

Allerdings machte Bärwolf den Ausschuss auch auf eingrundlegendes Problem aufmerksam, das das Gesamtvorhaben gefährden könnte. Im Rathaus wird derzeit mit Hilfe externer Juristen geprüft, ob durch das Projekt Dritte einen Planungsschaden gegenüber der Stadt geltend machen könnten. Denn faktisch wird im Bräucken ein Einzelhandelsstandort geschaffen, der die vorhandenen Einrichtungen – den Aldi-Markt an der Bromberger Straße und den Kaufpark am Honseler Bruch – verdrängen würde. Beide Standorte sind laut Gutachter ohne Entwicklungsperspektive.

Zwar haben beide Märkte Bestandsschutz, doch grundsätzlich möchte die Stadt für den Bereich Einzelhandel ausschließen, um eine Ausweitung von Verkaufsflächen zu vermeiden.

 
 

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