Schon 700 Bürger gegen Funk-Mast

Dr. Ulrike Janas, Horst-Peter Mielke und Karl-Heinz Zippro sammeln Unterschriften. Foto: Ralph Bodemer
Dr. Ulrike Janas, Horst-Peter Mielke und Karl-Heinz Zippro sammeln Unterschriften. Foto: Ralph Bodemer
Foto: Ralph Bodemer / WR

Schwerte/Ergste. Der Widerstand gegen den geplanten Mobilfunkmast am Stadion Bürenbruch wächst. Bisher sind schon 700 Protest-Unterschriften gesammelt worden. Und täglich werden es mehr.

Als sie von den Plänen erfuhren, nach denen Vodafone die Mobilfunkmasten vom Dach der Schule an der Ruhr zum Stadion Bürenbruch versetzen will, „waren wir verunsichert“, sagt Horst-Peter Mielke. Er und seine Frau „stellen nicht grundsätzlich die Technik in Frage“. Sie möchten aber sehr genau wissen, ob und welche gesundheitlichen Gefahren damit verbunden sind. Und nicht nur das: In anderen Kommunen wie Attendorn, so haben ihre Recherchen ergeben, werden Konzepte gemeinsam mit dem Bürger entwickelt, wo welche Masten ihren Platz haben dürfen.

Zunächst fühlten sich die beiden Schwerter allein auf sich gestellt, doch schon bald merkten sie, dass auch Bekannte und Nachbarn ihre Skepsis teilen. Das haben sie inzwischen schwarz auf weiß. Bei der Unterschriftenaktion haben 700 Bürger den Protest gegen „den Bau eines 36 Meter hohen Mobilfunkmastens und gegebenenfalls weiterer geplanter Sendemasten am Standort Waldstadion“ unterstützt. Täglich kommen weitere Unterschriften hinzu, berichtet Mielke. Seine Vorbehalte begründet er mit der Entscheidung des Rates aus dem Jahr 2002. Damals habe das Gremium beschlossen, das 100 Meter Mindestabstand von Kindergärten, Schulen und ähnlichen Einrichtungen gehalten werden muss. Daher sei das Stadion inakzeptabel.

Keinen Raum für Diskussion zugelassen

Im Stich gelassen fühlt er sich vom Bürgermeister. Der habe in der Sitzung des Ausschusses für Demographie, Stadtplanung und Umwelt den Eindruck vermittelt, als wolle er die Politiker unter Zugzwang setzen. Es gebe nur zwei Alternativen, entweder akzeptieren oder ablehnen, habe Böckelühr sinngemäß formuliert und keinen Raum für Diskussionen zugelassen.

Fragen wirft es auch für Mielke auf, dass die SG Eintracht Ergste Skeptikern wie ihm, aber auch anderen, kein Gehör schenkt. „Die SG müssten im Sinne der Kinder und Jugendlichen ein Interesse daran haben, eingehend informiert zu werden“, sagt Mielke.

Den Zeitpunkt für die Bürgerversammlung am kommenden Mittwoch, 19 Uhr im Sportlerheim SG Eintracht Ergste, findet er nicht sehr glücklich gewählt, da dann schon die Ferien begonnen haben. Mielke hofft darauf, dass Vodafone Wort hält und einen Experten aus dem eigenen Hause zu der Veranstaltung schickt. Je nachdem wie der Abend ausgeht, behält sich Mielke vor, auch selbst die Bürger einzuladen, um mit weiteren Fachleuten das Thema zu erörtern.

 
 

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