Satellit „Rosat“ stürzt auf die Erde

Roentgensatellit Rosat stuerzt auf die Erde (EADS Astrium/dapd)
Roentgensatellit Rosat stuerzt auf die Erde (EADS Astrium/dapd)
Foto: dapd/EADS Astrium
„Rosat“ ist zurück in der Erdatmosphäre. Der deutsche Forschungssatellit stürzte am frühen Sonntagmorgen aus dem All auf die Erde. Wo genau „Rosat“ landen wird, ist immer nich unsicher - vielleicht ist er auch verglüht.

Berlin. Ein deutscher Forschungssatellit ist am frühen Sonntagmorgen wieder in die Erdatmosphäre eingetreten. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) teilte mit, der Wiedereintritt von „Rosat“ sei zwischen 3.45 Uhr und 4.15 Uhr (MESZ) erfolgt. Es blieb zunächst unklar, ob der ausrangierte Satellit in der Atmosphäre verglühte oder ob Trümmerteile bis auf die Erde stürzten. Eine Bestätigung, dass Teile die Erdoberfläche erreicht hätten, liege gegenwärtig nicht vor, erklärte die Behörde.

Mit dem Absturz des Röntgensatelliten war seit einigen Monaten gerechnet worden. So hatte das DLR bereits im Februar davor gewarnt, dass „Rosat“ nicht mehr steuerbar sei und im Herbst in die Erdatmosphäre eintreten werde. Die Wahrscheinlichkeit, das der Satellit komplett verglühe, sei sehr hoch. Im ungünstigsten Falle könnten aber auch Teile des 2,2 Tonnen schweren Geräts auf die Erde fallen.

Der Forschungssatellit war 1990 von Florida aus ins Weltall geschossen worden. Einer internationalen Vereinbarung zufolge müsste Deutschland für Schäden haften, die weltweit durch einen Absturz entstehen. (rtr)

 
 

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