Sackgasse Minijob – Maßnahme soll helfen

v.l.n.r.: Friedrich Hahne (Jobcenter), Monika Mielke (Jobcoach, Nestor), Dirk Zander (Standortleiter Lüdenscheid, Nestor), Michael Stechele (Agentur für Arbeit), Waltraut Wiechers (Niederlassugnsleiterin, Nestor), Luciano guerra (Mitarbeiter Jobcenter)
v.l.n.r.: Friedrich Hahne (Jobcenter), Monika Mielke (Jobcoach, Nestor), Dirk Zander (Standortleiter Lüdenscheid, Nestor), Michael Stechele (Agentur für Arbeit), Waltraut Wiechers (Niederlassugnsleiterin, Nestor), Luciano guerra (Mitarbeiter Jobcenter)
Foto: WR

Lüdenscheid. „Irgendwann übernimmt mich der Chef vielleicht“ – In dieser Hoffnung arbeiten viele in Minijobs. Tatsächlich stecken etwa 3600 Menschen im Märkischen Kreis in dieser Sackgasse, wissen Luciano Guerra vom Jobcenter MK und das Team des Nestor Bildungsinstituts.

Eine Eingliederungsmaßnahme für geringfügig Beschäftigte soll Auswege aus der Aufstocker-Misere aufzeigen. Mit je 60 Plätzen in Lüdenscheid und Werdohl, 70 in Iserlohn und 50 in Menden sollen die Job- und Sozial-Coaches der Firma Nestor ab Oktober insgesamt 240 Minijobbern helfen, aus dem 400-Euro-Job in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu kommen.

Zum Zuge kommen nur Bewerber, die weiterkommen wollen. so Guerra. „Wir klopfen ab, welche Möglichkeiten und welche Hemmnisse es gibt“, sagt Nestor-Niederlassungsleiterin Waltraud Wiechers. Um den Minijob nicht zu gefährden, könne auch der zeitliche Ablauf der Maßnahme sehr individuell gestaltet werden.

Einer von 26 Teilnehmern des im April in Lüdenscheid gestarteten Pilotprojektes konnte bereits in ein festes Arbeitsverhältnis vermittelt werden, berichtet Job-Coach Monika Mielke. Gespräche mit Arbeitgebern und die Unterstützung durch Eingliederungszuschüsse seien nach den persönlichen Gesprächen mit den Teilnehmern Möglichkeiten, die Minijob-Falle zu lösen.

 
 

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